Einladung zur Mitgliederversammlung 2011

Der Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. (VzSB) lädt herzlich ein zur
Ordentlichen Mitgliederversammlung 2011
am Samstag, 10. Dezember 2011 um 10.00 Uhr
im Haus des Alpinismus (Festsaal),
Praterinsel 5, München
(Haltestellen S-Bahn: Rosenheimerplatz oder Isartor; Straßenbahn: Deutsches Museum oder Mariannenplatz; U-Bahn: Lehel).

T a g e s o r d n u n g:

  1. Begrüßung und Regularien
  2. Tätigkeitsbericht und Aussprache
  3. Kassenbericht für 2010
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Kostenvoranschlag für das Jahr 2011
  6. Anträge und Wünsche der Mitglieder
  7. Sonstiges

12:00 Uhr: Vortrag von Rudi Erlacher zum Thema: "Der Alpenraum - die ‚grüne’ Batterie Europas?"

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung spricht Dipl. Phys. Rudi Erlacher zum Thema, das die Energiewende schneller als erwartet auf die Tagesordnung des „Schutzes der Bergwelt“ gesetzt hat: „Der Alpenraum – die „grüne“ Batterie Europas?“
Für eine kleine Brotzeit zwischen Mitgliederversammlung und Vortrag wird gesorgt. Die Mitglieder tragen den Verein, daher freuen wir uns auf Ihr Kommen.

Ihr
Prof. Dr. Michael Suda
1. Vorsitzender

 

„Der Alpenraum – die „grüne“ Batterie Europas?“

Was bedeutet die Energiewende für den Alpenraum? – Der österreichische Wirtschafts- und Energieminister REINHOLD MITTERLEHNER verkündet am 24.3.2011: „Wir brauchen starke und intelligente Stromnetze, um das europäische Energiesystem zukunftsfit zu machen. Als Energiedrehscheibe im Herzen Europas ist Österreich für diese Entwicklungen schon jetzt gut aufgestellt. Dank unserer Pumpspeicherkraftwerke können wir zur »Grünen Batterie Europas« werden, weil durch den Ausbau Erneuerbarer Energien mehr flexible Stromspeicher benötigt werden.«

Auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz zur „Energiewende in Deutschland – Grün geht voran“ am 25.6.2011 haben die GRÜNEN beschlossen: „Wir stellen uns der großen Herausforderung, die Energieinfrastruktur in den kommenden Jahren auf die vollständige Umstellung auf Ökostrom auszurichten. … Wir wollen durch die Erschließung neuer Speicher die Voraussetzung für eine vollständige und sichere Versorgung aus erneuerbaren Energien schaffen. … Wir wollen durch neue Kabel zu den Wasserspeichern Skandinaviens und in den Alpen kurzfristige Speicherkapazitäten erschließen…“

Im September 2011 wird bekannt, dass der Unternehmer MAX AICHER bei Bad Reichenhall ein Pumpspeicherkraftwerk zwischen der Saalach und einem künstlichen See im Lattengebirge projektiert. Die Gemeinde Bad Reichenhall plant das Pendant dazu auf der anderen Talseite.

Die CIPRA stellt in der Einladung zu ihrer diesjährigen Jahresfachtagung in Bovec/Slowenien im September 2011 die Forderung auf: „Macht die Alpen energieautark!“
 

Der OESTERREICHISCHE ALPENVEREIN hält in einer Presseerklärung vom 13.10.2011 dagegen: Er „wird sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen eine verfehlte und planlose Energiepolitik zur Wehr setzen. Wir werden es nicht zulassen, dass die wenigen verbliebenen unberührten Natur- und Landschaftsräume einem steigenden Energieverbrauch geopfert werden.“

Der VEREIN ZUM SCHUTZ DER BERGWELT hat bereits im Jahrbuch 2005 in einem Beitrag „Offshore und Ötztal“ auf die Ambivalenz der „Synergie von Wind- und Wasserkraft“ hingewiesen.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung greifen wir diese Thematik mit einem Vortrag von RUDI ERLACHER erneut auf und stellen uns die Frage, ob der Alpenraum tatsächlich das Zeug dazu hat, zur „Grünen Batterie“ Europas zu werden – und was das für die Natur und die Landschaften im Alpenraum bedeuten würde.

 

Exkursion an die Untere Salzach (Freilassinger und Tittmoninger Becken) am Samstag, den 26. November 2011

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Naturschutzbund, der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach sowie der Bürgerinitiative „Für Lebensqualität im Rupertiwinkel“ lädt herzlich ein zur Exkursion an die Salzach.

Der VzSB ist seit Jahrzehnten Mitglied der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach. Er hat sich daneben und bisher erfolgreich auch für den Erhalt des Tagliamento und des Tiroler Lechs eingesetzt.

Die Untere Salzach ist der letzte frei fließende und ungestaute Alpenfluss Bayerns und Österreichs. Als Grenzfluss wurde er begradigt und hat sich gefährlich bis zum Sohldurchschlag eingetieft. Eine erfolgreiche Sanierung ist daraufhin angelaufen.

Planungen im Rahmen der Energiewende zur Nutzung der Wasserkraft setzen die Renaturierung, die Sicherung des Natura 2000-Gebietes, die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und Vorgaben der Alpenkonvention aufs Spiel. Dazu kämen Brückenbauten und Verkehrszunahme.

Die aktuelle Situation der Salzach vor allem vor dem Hintergrund der Energiewende wird im Rahmen der Exkursion durch Wissenschaftler und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen dargestellt.

Wir laden dazu ganz herzlich unsere Mitglieder ein. Auch Gäste, Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen.

Ihr
Prof. Dr. Michael Suda
1. Vorsitzender

 

Die neue EU-Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 – 2020 soll nach EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos die Belange des Natur- und Umweltschutzes verstärkt integrieren. Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) begrüßt dieses „Greening“ der EU-Agrarpolitik als einen Schritt in die richtige Richtung.

Im Interesse einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Berglandwirtschaft sowie der Sicherung des wichtigsten Reservoirs an Biodiversität in Europa, fordern wir eine Ausrichtung der GAP auch an der ökologischen Verantwortung für den Alpenraum.

Der VzSB hat seine alpenweiten Vorschläge zur Neuausrichtung der EU-Berglandwirtschaftspolitik für die nächste Periode an die EU-Kommission für eine umwelt- und naturverträgliche Förderung gestellt, die auch die Berglandwirtschaft nachhaltig sichern soll.

Pressemitteilung

Vorschläge des VzSB an die EU-Kommission zur Neugestaltung der EU-Berglandwirtschaftspolitik der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 – 2020

Vorschläge des VzSB an die EU-Kommission (english version)



Pressegespräch der Naturschutzverbände Verein zum Schutz der Bergwelt, Bund-Naturschutz und Mountain Wilderness und der Gesellschaft für ökologische Forschung zum Umweltkonzept der Bewerbungsgesellschaft für die Olympia-Bewerbung „München 2018“ am 13.12.2010

Pressemitteilung des VzSB 13.12.2010

Das Umweltkonzept der Bewerbungsgesellschaft für die Olympia-Bewerbung 2018 vom 20.09.2010 soll, so wird behauptet, dafür sorgen, dass sich unterm Strich und auf lange Sicht München 2018 für die nachhaltige Entwicklung der bayerischen Alpen positiv auswirken wird. Die 2. Auflage des Konzeptes war am 20.9.2010 zwar vorgestellt – aber nicht veröffentlicht worden. Es steht nicht im Internet, so dass es der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Allein deshalb war es notwendig, das Konzept auf den Prüfstand zu stellen und das Ergebnis publik zu machen. Der zweite Vorsitzende des VzSB, Christoph Himmighoffen, kam zu dem Resümee, dem Umweltkonzept fehlt das olympische Feuer, es lässt jede Idee vermissen, die auch Naturschützer begeistern könnte. »Vieles, was uns da als Kompensation oder gar Mehrwert verkauft wird, gibt bestenfalls die Gesetzeslage oder sonstige staatliche Verpflichtungen wieder. Im Naturschutzteil tanzt das Umweltkonzept den Niveaulimbo. Hauptaufgabe ist wohl, die Kommunalpolitik und die Landwirtschaft bei der Bewerberstange zu halten«, ganz nach dem Motto, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass (Statement von Christoph Himmighoffen).

Siehe auch

- Die Erklärung des VzSB zum Rückzug aus der Umweltkommission Erklärung des VzSB

- Die Pressemitteilung des VzSB zum Pressegespräch zu München 2018 am 9.11.2009 Pressemitteilung des VzSB vom 9.11.2009.

- Die Statements von Prof. Suda und Christoph Himmighoffen vom 9.11.2009 auf der Pressekonferenz am 9.11.2009



Juni 2010
Der Verein zum Schutz der Bergwelt präsentiert die Monographie

„Almen und Alpen
Höhenkulturlandschaft der Alpen
Ökologie, Nutzung, Perspektiven”

von Alfred Ringler

 
Bestellen über
www.amazon.de
(versandkostenfrei)
oder im Buchhandel.
ISBN-10: 3000290575
ISBN-13: 978-3000290572


Am 11.6.2010 präsentierte der VzSB das „Almbuch“ mit einem Vortrag des Autors der Presse, Naturschützern und Bergsteigern im Festsaal des Alpinen Museums auf der Praterinsel:

VzSB Präsentation des Almbuches auf der Praterinsel

 

Das Almbuch in der Presse:

„Auf der Alm, da gibt’s noch Leben.“
Der Biologe Alfred Ringler hat ein Buch über die Alpen geschrieben und kämpft für die Zukunft der Bergbauern. 
Süddeutsche Zeitung vom 12.6.2010

„Das große Almensterben ist vorbei.“
Münchner Merkur vom 23.6.2010

 

Exkursion am 19.6.2010 zum „Nationalpark Berchtesgaden“

Der Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden und den DAV-Sektionen München und Oberland zu einer Exkursion in den Nationalpark Berchtesgaden eingeladen.

Aktueller Anlass für die Exkursion 2010 in den Nationalpark Berchtesgaden waren zwei Naturschutzjubiläen im Jahr 2010:

- Der Verein zum Schutz der Bergwelt wurde 110 Jahre alt. Er ist der älteste Naturschutzverein Bayerns und des Alpenraums.

- Das 100-jährige Jubiläum des „Pflanzenschonbezirkes Berchtesgadener Alpen“, dessen Festsetzung am 15.4.1910 auf die Initiative des Vereins zum Schutz der Bergwelt, des damaligen Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen, zurückgeht. Dieser Pflanzenschonbezirk war die Keimzelle des 1921 festgesetzten „Naturschutzgebietes Königssee“, des 1978 festgesetzten „Nationalparks Berchtesgaden“, des seit 1990 bestehenden „UNESCO-Biosphärenreservates Berchtesgaden“ sowie des 2004 festgesetzten Natura 2000-Gebietes „Nationalpark Berchtesgaden“.

Die Referenten der Exkursion waren hochkarätig: Prof. Dr. Hartmut Grassl, Klimaforscher am Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hubert Zierl, ehemaliger Direktor des Nationalparks Berchtesgaden, Dr. Michael Vogel, amtierender Nationalparkdirektor, Andreas Wolf, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher und Suitbert Kastner von der Bergwacht Berchtesgaden.

Bericht von der Exkursion


 

Pressegespräch des VzSB zusammen mit dem BN, LBV, LFV und dem Bayer. Kanuverband am 19.11.2009: Der „Masterplan“ der Energiewirtschaft zum Ausbau der Wasserkraft in Bayern ist nicht nachhaltig!

Die unverbauten Gewässer mit ihren Auen stellen die wichtigsten Vernetzungsstrukturen des geschützten Biotopverbundes und des europäischen Schutzgebietsystems Natura 2000 dar.
E.ON, BEW und RMD haben vor kurzem einen „Masterplan – Ausbaupotentiale Wasserkraft in Bayern“ vorgestellt, mit dem sie den weiteren Ausbau der letzten noch frei fließenden Gewässerabschnitte Bayerns planen. Als Begründung wird der Klimaschutz angegeben. Die Menge an regenerativer Energie, die auf diese Weise gewonnen wird, steht aber in keinem Verhältnis zu den ökologischen Schäden, die damit verursacht werden.

Die Position des VzSB:

„Nicht überall, wo Klimaschutz draufsteht, ist Naturschutz drin!“

Pressegespräch des VzSB zusammen mit dem Bund Naturschutz in Bayern (BN) am 9.11.2009 zur Bewerbung von München + 2 für die Olympischen Winterspiele 2018

Am 9.11.2009 lud der VzSB in München zusammen mit dem BN zum Pressegespräch über die Frage der Olympiabewerbung und die Rolle der Naturschutzverbände im Bewerbungsverfahren ein: Der Verein hatte seit Anbeginn an der Fachkommission Umwelt der Bewerbungsgesellschaft München 2018 teilgenommen. Wir haben uns im Oktober daraus zurückgezogen. Die Gründe dazu finden Sie in der Erklärung des VzSB.

In der Pressemitteilung des VzSB und im Pressegespräch wurden die Gründe nochmals ausführlich erläutert. "Hier werden Schlachten gegen die Natur geschlagen, und wir dürfen lediglich den Verbandsplatz einrichten. Das ist nicht unsere Aufgabe, für uns gilt: Vermeiden geht vor Reparieren" wird unser 2. Vorsitzender Christoph Himmighoffen in der Süddeutschen Zeitung vom 10.11.2009 zitiert (Statements von Prof. Suda und Christoph Himmighoffen).