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Der Verein zum Schutz der Bergwelt

Der VzSB ist der älteste Naturschutzverband im Alpenraum, der sich für die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensräume - vor allem der Bergwelt - einsetzt. Vorrangiges Ziel ist es, die Bergwelt als einmaligen und bedeutendsten Natur- und Erlebnisraum in ihrer Eigenart, Schönheit und Ursprünglichkeit zu erhalten (Satzung).

Derzeit hat der Verein rund 1.000 Mitglieder, darunter 253 Sektionen der Alpenvereine DAV, ÖAV und AVS.

Als anerkanntem, in Bayern tätigen Naturschutzverband stehen dem VzSB besondere Mitwirkungsrecht und Rechtsbehelfe bei Vorhaben und Planungen zu. Er gibt entsprechende Stellungnahmen ab.

Er ist Mitgliedsverband im Deutschen Naturschutzring (DNR) und bei CIPRA Deutschland und kooperiert mit Personen, Organisationen und Institutionen, die gleiche oder ähnliche Zwecke verfolgen bzw. die Vereinsziele unterstützen.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt sieht sich als wissenschaftliche und gesellschaftliche Plattform, um das Wissen über die ökologischen und landschaftlichen Zusammenhänge des Alpenschutzes zu vertiefen, aktuelle Fragestellungen zu diskutieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen (Publikationen und Bergwelt ohne Tabu). Renommierte Autoren veröffentlichen im Jahrbuch zu aktuellen Themen (z. B. Insektensterben) sowie zu Grundsatzfragen des Naturschutzes und der Raumordnung im Alpenraum, die in der Politik und Landesplanung Wirkung zeigen (z.B. Erstveröffentlichung des bayerischen Alpenplans).

Der VzSB bietet Fachexkursionen und Vorträge an und unterhält einen öffentlich zugänglichen Alpenpflanzengarten im Kaisergebirge.

 

Vorstand

Bei der Mitgliederversammlung am 23.10.2021 wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt:

1. Vorsitzende: Dr. Sabine Rösler
2. Vorsitzender: Lorenz Sanktjohanser
Geschäftsführender Vorsitzender: Rudi Erlacher
Schriftführer und Schriftleiter: Dr. Klaus Lintzmeyer
Schatzmeister: Dr. Wolf Guglhör

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 V.l.n.r.: Rebecca Seeberg (Geschäftsstellenleiterin bis 31.3.22), Dr. Sabine Rösler, Dr. Wolf Guglhör, Dr. Klaus Lintzmeyer, Lorenz Sanktjohanser, Rudi Erlacher

Die Vorstandschaft und ihre Delegierten vertreten den Schutz der Bergwelt in folgenden Gremien und Arbeitskreisen:

R. Erlacher Oberster Naturschutzbeirat beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
W. Guglhör Nationalparkbeirat Bayerischer Wald,
Nationalparkbeirat Berchtesgaden
K. Lintzmeyer Landesplanungsbeirat beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie,
Bayerischer ELER-Begleitausschuss beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
Arbeitsgruppe "Mountain Agriculture and Mountain Forestry" (vormals Plattform Berglandwirtschaft sowie Plattform Bergwald) der Alpenkonvention
A. Ringler Höherer Naturschutzbeirat bei der Regierung von Oberbayern,
Arbeitsgruppe "Mountain Agriculture and Mountain Forestry" (vormals Plattform Berglandwirtschaft sowie Plattform Bergwald) der Alpenkonvention
S. Rösler Oberster Naturschutzbeirat beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz,
Höherer Naturschutzbeirat bei der Regierung von Oberbayern,
Beirat der Bayerischen Botanischen Gesellschaft,
Beirat des Fördervereins Alpines Museum,
AK Alpen des BN
L. Sanktjohanser Naturschutzbeirat am Landratsamt Ebersberg
   
   
   
   

 

Geschichte und Erfolge

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) wurde im Jahr 1900 zunächst als "Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen" aus dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein heraus gegründet, später in „Verein zum Schutze der Alpenpflanzen“ und dann in "Verein zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere" umbenannt. Sein heutiger Name bezeichnet den Vereinszweck: den Schutz von Natur und Landschaft - vor allem der Bergwelt - in ihrer Gesamtheit zu fördern.

Initiativen des Vereins führten im Jahr 1910 zum "Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen", dem ersten größeren Pflanzenreservat im Alpenraum und Keimzelle des heutigen Nationalparks Berchtesgaden, später in Bayern zu den alpinen Naturschutzgebieten Karwendel und Ammergebirge, in Tirol zum NSG Kaisergebirge.

Der Verein ergriff schon vor den 1. Weltkrieg die Initiative, die ganze Alpenschutzbewegung auf eine internationale Basis zu stellen. Diese Idee trug wesentlich zur Gründung der Commission Internationale pour la Protection des Alpes (CIPRA) im Jahr 1952 bei, dem ersten internationalen Zusammenschluss von nichtstaatlichen Alpenschutzorganisationen.

Veröffentlichungen und Eingaben des Vereins trugen wesentlich dazu bei, die Watzmannbahn im Naturschutzgebiet Königssee zu verhindern, den bayerischen dreizonigen Alpenplan zu realisieren und auf die energiewirtschaftliche Nutzung der Brandenberger Ache und des Oberen Lechtals in Tirol zu verzichten.
 

Publikationen zur Vereinsgeschichte

Rösler, S. (2020): Gründungsphase und Anfangsjahre des Vereins zum Schutz der Bergwelt (VzSB) - zum 120-jährigen Bestehen des Vereins. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 85: 81-104.

Rösler, S. (2019): Die Anfänge des Naturschutzes im Alpenverein und die Gründung des Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen. Die Berge und wir - Jubiläumsband 150 Jahre Deutscher Alpenverein 2019, 114-117.

Sanktjohanser, L. (2014): "Verein zum Schutz der Bergwelt" 30 Jahre anerkannter Naturschutzverband - Eine Würdigung. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 79: 217-228.

Jürging, P.; Lintzmeyer, K. (2000): 100 Jahre Verein zum Schutz der Bergwelt e. V. -  Standort und Ausblick. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 65: 37-45.

Lintzmeyer, K. (2000): Gründung des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V. vor 100 Jahren. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 65: 13-35.

Jobst, E. (1981): 80 Jahre Verein zum Schutz der Bergwelt und 50 Jahre Alpenpflanzengarten. In: Smettan, H. (1981): Die Pflanzengesellschaften des Kaisergebirges

Meister, G. (1975): 75 Jahre Verein zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere e.V. 1900-1975. Jahrbuch des Vereins zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere 40: 7-11.

Boshart, K. (1950): 50 Jahre Verein zum Schutz der Alpenpflanzen und-Tiere 1900-1950. Jahrbuch des Vereins zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere 15: 9-12.

Schmolz, C. (1925): 25 Jahre Alpenpflanzenschutzverein Gründung und Zweck. Bericht des Vereins zum Schutze der Alpenpflanzen 16: 5-12.

Schmolz, C. (1911): Das erste Dezennium unserer Vereinstätigkeit. Bericht des Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen 10: 19-29.

Bindel, C. (1901): Jahresbericht. Bericht des Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen 1: 5-15.