Exkursion des Vereins zur Schönleitenalm

Am 15. Juli findet die Exkursion des Vereins zur Schönleitenalm im Risserkogelgebiet in den Tegernseer Bergen zum Thema Alpenflora und Almwirtschaft statt. Informationen zum Ablauf sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

Geplante Änderung des Alpenplans - Brief an die Abgeordneten

Die Naturschutzverbände Bund Naturschutz, Deutscher Alpenverein, Landesbund für Vogelschutz, Naturfreunde, Mountain Wilderness und VzSB haben im Zusammenhang mit der geplanten Änderung des Alpenplans ein gemeinsames Schreiben an alle Mitglieder des Bayerischen Landtags geschickt. Darin werden die Abgeordneten nochmals explizit auf die Haltung der Verbände hingewiesen und gebeten, sich bei der Abstimmung für den Erhalt des Alpenplans einzusetzen. (9.6.17)

Protestaktion zur Rettung der Klamm Eisenbreche an der Ostrach

Mountain Wilderness Deutschland spannte ein Banner gegen den Bau einer Staumauer in der Eisenbreche im Allgäu. Die Klamm im Hintersteiner Tal im Allgäu ist durch den geplanten Bau eines Wasserkraftwerkes gefährdet. Mit einer Protestpostkarte können auch Sie Ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Die Postkarten können Sie auf der Seite von Mountain Wilderness Deutschland kostenfrei beziehen. (8.6.17)

DAV-Kampagne "Danke Alpenplan"

In Zusammenhang mit der vom Ministerrat geplanten Änderung des Alpenplans startet der Deutsche Alpenverein eine Kampagne, in welcher die Schönheit der bayerischen Berge und die Wirksamkeit des Alpenplans dargestellt werden. Alle weiteren Infos finden Sie direkt auf der Seite des DAV „Danke Alpenplan“. (1.6.2017)

Exkursion zur Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Am 9. Mai fand die Exkursion des Vereins zur Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf dem Zugspitzplatt statt. Der Forschungskoordinator der Station Dr. Till Rehm führte die Teilnehmer durch das Gebäude und erläuterte die Geschichte des Hauses sowie die verschiedenen Forschungsprojekte. Die Exkursionsplätze waren restlos belegt und die Teilnehmer von der Vielseitigkeit der Forschungsprojekte sowie der Führung begeistert. Wegen des großen Interesses planen wir für nächstes Jahr eine Wiederholung der Exkursion. (10.5.17)

Schneefernerhaus 2017Exkursion zur Umweltforschungsstation Schneefernerhaus 2017 (Foto: Dr. Klaus Lintzmeyer)

Vorstandsmitglied Dr. Klaus Lintzmeyer erhält Umweltpreis

Unser Schriftführer Dr. Klaus Lintzmeyer hat am 3. Mai in der Vitalwelt Schliersee den „Anton-Bauer-Umweltpreis“ der SPD des Landkreises Miesbach für sein Engagement im Naturschutz verliehen bekommen. Der Sozialdemokrat Anton Bauer war von 1952-1955 Landrat im Kreis Miesbach und hat früh die Bedeutung des Umwelt- und Naturschutzes erkannt. Entschlossen hat er bedeutende Teile des Landkreises als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.

In der Laudatio würdigte der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn das hohe gesellschaftliche Engagements des Preisträgers und ließ seine Naturschutz-Vita Revue passieren – und bezog die Aktivitäten seiner Frau Anneliese Lintzmeyer mit ein, die schon vor einigen Jahren den Anton-Bauer-Preis erhalten hat. Zur aktuellen Verleihung berichtete der Miesbacher Merkur.

Dr. Klaus Lintzmeyer ist Vorstandsmitglied des Vereins und als Schriftführer verantwortlich für das Jahrbuch. In seiner Dankesrede widmete er sich u.a. den bisher ergebnislosen Anstrengungen, das Rotwandgebiet als Naturschutzgebiet auszuweisen. Sein Resümee: „Es ist über Jahrzehnte … schon alles und mehrfach von Privatpersonen, von NGOs und von Fachbehörden gesagt worden. Wir brauchen jetzt keine neuen Aktivitäten von Privatpersonen und NGOs. Jetzt sind zur Umsetzung die Fachbehörden und die Politik dran, mit allen Beteiligten einen Kompromiss zu schmieden.“

Der Verein gratuliert dem Preisträger herzlich. (5.5.2017)

Exkursion zur "Umweltforschungsstation Schneefernerhaus" auf die Zugspitze am 9. Mai 2017

Der VzSB lädt ein zur Exkursion zur "Umweltforschungsstation Schneefernerhaus" auf die Zugspitze am 9. Mai 2017. Weitere Details zum Ablauf sowie zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Exkursionsfaltblatt. (21.4.2017)

VzSB-Publikationen in der Online-Datenbank ZOBODAT

Inzwischen sind auch die Artikel unserer Jahrbücher, Berichte und Nachrichten als einzelne PDF-Dateien verfügbar. Alle Beiträge zwischen 1901 und 2013 können nun in ZOBODAT gesucht und heruntergeladen werden. ZOBODAT ist eine zoologisch-botanische Datenbank mit Sitz am Oberösterreichischen Landesmuseum. (18.4.2017)

Saison im Alpenpflanzengarten eröffnet

Seit Palmsonntag hat unser Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden wieder geöffnet, aufgrund der Vegetationsentwicklung heuer besonders früh. Schon jetzt lohnt sich ein Besuch! Gerade blühen die Primeln um die Wette: in Hellgelb die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) und die Schaftlose Primel (Primula vulgaris), in kräftigem Rosa die Clusius-Primel (Primula clusii), ein Endemit der Nördlichen Kalkalpen, der seine westliche Arealgrenze in den Berchtesgadener Alpen erreicht. (10.4.2017)


Primula clusii im Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden (Foto: Heinz Staudacher)

Ministerrat beschließt Aufweichung des Alpenplans

Am 22. März 2017 endete die äußerst knapp bemessene Frist, zur Änderung des Alpenplans Stellung zu nehmen. Gegen diese Änderung haben sich nicht nur Naturschutzverbände in fundierten Stellungnahmen ausgesprochen, sondern auch andere Verbände und Institutionen wie der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, der Bund Deutscher Architekten (BDA, LV Bayern), der Verband Beratender Ingenieure (VBI, LV Bayern), die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL, LG Bayern), die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL, RG Bayern) und die Bayerische Akademie Ländlicher Raum (ALR). Hier zur Stellungnahme des VzSB.

Zusätzlich haben viele tausend Bürger, darunter auch viele Mitglieder des VzSB, ablehnend Stellung genommen. In nur drei Arbeitstagen, einem Zeitraum, der kaum ausreicht, all diese Schreiben auch nur zu lesen, hat die Staatsregierung sich mit diesen Einwänden auseinandergesetzt und sie am 28. März durch Ministerratsbeschluss verworfen. Ein Verfahren, das unser langjähriges Mitglied Dr. Eberhard Pfeuffer zu einem sehr bemerkenswerten, persönlichen Schreiben an Ministerpräsident Seehofer veranlasst hat. Darin teilt er mit, sein "Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern", verliehen für sein Engagement im Artenschutz, zurückzugeben. Dieses Schreiben und seinen Niederschlag in der Presse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Es drückt mit Sicherheit die Stimmung vieler von uns aus.

Am 27.04.2017 findet im Wirtschaftsausschuss eine ganztägige Anhörung zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) statt, am 22.06.2017 im Umweltausschuss eine Anhörung zu "Erhaltung und Weiterentwicklung des Alpenplans zum Schutz der bayerischen Alpen und als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung“. (31.03.2017)

Gemeinsame Presseaussendung des VzSB und BN:
"Blick unter die Schneedecke: Wie der Wintertourismus alpine Landschaften zerstört - Neue Studie erhebt erstmals alpenweit den Ökologischen Fußabdruck von Skigebieten"

In einer neuen Studie hat der bayerische Biologe Alfred Ringler die Landschaftsveränderungen des Massenskibetriebes der letzten Jahrzehnte mittels Satelliten- und Luftbildauswertungen sowie Begehungen über viele Jahre erstmals alpenweit erfasst. Um die ökologischen Auswirkungen von Skigebieten quantifizieren und vergleichen zu können, wurde der "Ökologische Fußabdruck" von größeren Ski-Stationen im gesamten Alpenraum ermittelt. Dieser Eingriffsindex berücksichtigt z.B. Flächenumfang, beanspruchte Höhenbereiche, das Ausmaß an Planierungen, Geländeveränderungen und Erosionsflächen, den Anteil gerodeter Bergwaldfläche und die Nutzung ursprünglicher Alm- bzw. Grünlandfläche. Je höher der errechnete Eingriffsindex eines Skigebiets, desto größer ist seine Landschaftsbelastung.
Ringler stellt die knapp 1.000 untersuchten Skigebiete in einer Vergleichsliste zusammen, die "als punktuell noch zu präzisierender Entwurfsvorschlag... zu vervollständigen und laufend fortzuschreiben ist. Trotz seiner methodischen, aber prinzipiell unlösbaren Unvollkommenheit wird aber doch bereits jetzt ein raum- ordnungs-, naturschutz- und tourismuspolitisch interpretierbares Gesamtbild umrissen.“
Die Studie „Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung“ wurde im Jahrbuch 2016/2017 des Vereins zum Schutz der Bergwelt publiziert. Hier zur Pressemittteilung, zum dazugehörigen Foto, zur Studie und zur Zusammenfassung der Studie. (13.03.2017)

Beteiligungsverfahren zur Änderung des Alpenplans läuft!

Der Ministerrat hat am 7. Februar 2017 die Durchführung einer Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) beschlossen. Danach soll die Zonierung des Alpenplans am Riedberger Horn geändert werden. Die Naturschutzverbände sind über das Verfahren und das Ignorieren einer überwältigenden Mehrheit – 91 % der bayerischen Bevölkerung sprechen sich für den uneingeschränkten Erhalt des Alpenplans aus – entsetzt. Wie CIPRA Deutschland und andere Naturschutzverbände wird der VzSB seine strikte Ablehnung der Teilfortschreibung im Rahmen des Anhörungsverfahrens zum Ausdruck bringen. Darüber hinaus besteht für jedermann bis zum 22. März 2017 die Möglichkeit zur Äußerung gegenüber dem Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Wir haben einen Musterbrief vorbereitet. Weitere Informationen zur Anhörung und zum Wortlaut der geplanten Änderung des Alpenplans finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat: https://www.landesentwicklungbayern.de/teilfortschreibung-lep/
Die Pressemitteilung der CIPRA Deutschland sehen Sie hier (23.2.2017)

Dankschreiben aus dem Vatikan

Unser aktuelles Jahrbuch 2016/17 enthält einen sehr lesenswerten Beitrag von Prof. Dr. Markus Vogt zu Laudato si´, der ersten Umweltenzyklika der katholischen Kirche. Unser langjähriges Mitglied Benedikt XVI., Papst emeritus, hat mit dem angefügten Dankschreiben auf die Zusendung des Jahrbuches reagiert. Über dieses außergewöhnliche Zeichen der Verbundenheit haben wir uns sehr gefreut. (9.2.2017)

Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn unwirksam

Ein am 23. Januar der Öffentlichkeit vorgestelltes Rechtsgutachten, das der renommierte Jurist Prof. Dr. Gerrit Manssen (Universität Regensburg) im Auftrag der Gesellschaft für ökologische Forschung angefertigt hat, verneint die Wirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse, auf denen die Planung der Skischaukel am Riedberger Horn in der Ruhezone C des Bayerischen Alpenplanes basiert. Mitglieder der Gemeinderäte von Balderschwang und Obermaiselstein sowie der Obermaiselsteiner Bürgermeister sind gleichzeitig Gesellschafter der OHG, die als Betreibergesellschaft der geplanten Skischaukel vorgesehen ist. Fünf von neun Gemeinderatsmitgliedern von Obermaiselstein sind daher nicht stimmberechtigt gewesen, als 2014 über den Teilflächennutzungsplan „Verbindungsbahn Grasgehren-Balderschwang“ abgestimmt wurde. Mit nur noch vier verbleibenden Stimmberechtigten ist der Obermaiselsteiner Gemeinderat nach der Bayerischen Gemeindeordnung nicht mehr zu Angelegenheiten der Skischaukel beschlussfähig, da „die Mehrheit der Stimmberechtigten stimmberechtigt sein muss“. Die kommunale Rechtsaufsicht soll nun aufgefordert werden, dazu baldmöglichst Stellung zu nehmen. (23.01.2017)

Rechtsgutachten von Prof. Dr. Gerrit Manssen
CIPRA - Pressemitteilung vom 23.1.2017

http://www.br.de/nachrichten/rechtsgutachten-beschluesse-riedberger-horn-100.html


Pressekonferenz in München zur Vorstellung des Manssen-Gutachtens; v.l.n.r. R.Mergner (BN), Dr. W.Zängl (GÖF), Prof. Dr. G. Manssen, E.Rothgang (CIPRA Deutschland), C.Himmighoffen (VzSB), R. Erlacher (DAV), H.Beran (LBV) und Pressevertreter. (Foto K. Lintzmeyer)