CIPRA verleiht Deutschen Alpenpreis an Sylvia Hamberger und Dr. Wolfgang Zängl

Am 24. November wurden Sylvia Hamberger und Dr. Wolfgang Zängl von der CIPRA Deutschland in München mit dem Deutschen Alpenpreis für Ihre langjährigen Verdienste geehrt (Pressemitteilung der CIPRA). In der von Hamberger und Zängl vor über 40 Jahren gegründeten Gesellschaft für ökologische Forschung haben die beiden die zum Teil drastischen Veränderungen der Umwelt und gerade auch des alpinen Raumes dokumentiert. In Ausstellungen und Veröffentlichungen haben sie den Wandel der Bergwelt einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Der dokumentierte Gletscherschwund über mehrere Jahrzehnte steht beispielhaft für ihre Arbeit und die Veränderung der alpinen Landschaft. (28.11.2017)


Der 5. Alpenpreis geht an Sylvia Hamberger (2. v.l.) und Dr. Wolfgang Zängl (3. v.l.). V.l.n.r. Rudi Erlacher (DAV-Vizepräsident und VzSB-Vorstandsmitglied), Richard Mergner (Landesbeauftragter BUND Naturschutz in Bayern e.V.), Erwin Rothgang (Präsident CIPRA), Prof. Dominik Siegrist (Hochschule Rapperswil (CH))

Änderung des Alpenplans im Landtag beschlossen

Wie nicht anders zu erwarten, haben sich Söder und die Mehrheitsfraktion auch im Landtag nicht von den besseren Argumenten und der Rechtslage beeindrucken lassen. Nach dem Prinzip, „mia san di Mehran, mia san di Schweran“ ziehen sie das Projekt durch. Nachdem dies im Wege der Einzelgenehmigung gescheitert ist, wird nun einfach das Gesetz geändert. Aber der Kampf geht weiter. Die Naturschutzverbände, auch wir, sind entschlossen zu klagen.

Hier der Beschlusstext zur Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP): "…Anhang 3 (zu 2.3.3) Alpenplan Blatt 1 des LEP wird dahingehend geändert, dass die Fläche in der Zone C im Alpenplan, die für das Vorhaben am Riedberger Horn (Bergbahn und Skipiste) erforderlich ist (ca. 80 ha), künftig der Zone B im Alpenplan zugeordnet wird. Gleichzeitig werden naturschutzfachlich wertvolle Flächen am Bleicherhorn sowie am Hochschelpen mit einer Gesamtfläche von rund 304 ha, die sich in der Zone B befinden, künftig der Zone C zugeordnet.

Das Protokoll der Plenardebatte vom 9.11.2017 ist hier abrufbar. Hier können Sie entnehmen, wie Ihr/e Landtagsabgeordnete/r bei den Anträgen "Keine Änderung des Alpenplans zugunsten wirtschaftlicher Einzelinteressen" und "Schönheit der Bayerischen Alpen bewahren - Unberührte Ruhezonen erhalten" abgestimmt haben.

Reaktionen der Presse:
Süddeutsche Zeitung: Lex Balderschwang
Alpin: CSU-Mehrheit macht Weg für die umstrittende Skischaukel frei
Alpin: Änderung des Alpenplans: Droht der Dammbruch?
Merkur: Kommentar zum Alpenplan: Eine fatale Entscheidung
BR Rucksackradio: Alpenplan ausgehebelt
Bayern 2 Radio: Änderung des Alpenplans bedroht die bayerische Identität

Eine lokale Bewegung, die sich zu einem „Freundeskreis des Riedberger Horn“ zusammen geschlossen hat, hat eine Online-Petition gestartet. Bitte beteiligen Sie sich daran: https://weact.campact.de/petitions/die-alpenkonvention-darf-nicht-sterben (14.11.2017)

VzSB beim Bayerischen Trialog zur Biodiversität

Am 18.11. findet in Ingolstadt der Bayerische Trialog zur Biodiversität statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, interessierte Jugendliche mit Artenkennern und Naturschutzverbänden zu vernetzen. Auch der VzSB ist mit einem Infostand dabei. Programm (7.11.2017)

Protestaktion Riedberger Horn

Am Donnerstag den 9.11. wird der Bayerische Landtag über die Änderung des Landesentwicklungsprogramms - und damit die Änderung des Alpenplans respektive über das Riedberger Horn - beraten und beschließen. Es ist vor dem Landtag eine gemeinschaftliche Protestaktion der Umweltverbände geplant. Der nähere Ablauf der Protestaktion wird vor Ort besprochen. Bitte geben Sie uns für die Planung per Email Bescheid, wenn Sie daran teilnehmen können. (3.11.2017)

Zeitplan am 9.11.:
08.15 - 08.45 Uhr  Protestaktion am Maxmonument in der Maximilianstraße
09.00 Uhr Beginn der Plenardebatte im Landtag

Protestaktion Reidberger Horn Alpenplan
Protestaktion am 9.11.2017 - mit dabei der VzSB-Vorstand und etliche Mitglieder (Foto: Heinz Staudacher)

Offener Brief an die Mitglieder der Südtiroler Landesregierung

In Südtirol wird die skitechnische Erschließung des Langtauferer Tals mit einer Verbindung ins Kaunertal diskutiert. In einem offenen Brief an die Mitglieder der südtiroler Landesregierung spricht sich der VzSB entschieden gegen diese Pläne aus. (17.9.17)

Mitgliederversammlung des Vereins mit anschließendem Vortrag

Am 14. Oktober 2017 findet ab 10.00 Uhr die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins auf der Praterinsel in München statt. Im Anschluss an die Versammlung zeigt Dr. Thomas Schauer in einem Diavortrag "Pflanzen und Landschaftsbilder der Andenhochlagen (3500 - 5000m) aus Bolivien, Chile, Ecuador und Peru". Gäste sind zum Vortrag ab 12:30 Uhr herzlich eingeladen. Einladungsunterlagen erhalten die Mitglieder des Vereins in den nächsten Wochen postalisch. (29.8.2017)

Exkursion zur Schönleitenalm

Am 15.7.2017 fand unter Leitung von Josef Faas und Alfred Ringler hervorragende Kenner der Almwirtschafts-Thematik, die sehr gut besuchte Exkursion des Vereins zur beeindruckend in steiler Südhanglage liegenden Schönleitenalm im Risserkogelgebiet/Mangfallgebirge statt. Mit dabei waren auch Vertreter der Almwirtschaft, der örtlichen Almwirtschaftsbehörde sowie der Redaktion Rucksackradio des Bayerischen Rundfunks.

Die Teilnehmer erhielten anfangs fachliche Erläuterungen zur Schwemmlingsflora in der naturnahen Wildbachaue des Bernauer Baches. Dann ging es über locker bestockte Grashänge zur privaten Schönleitenalm (1270 m; 35 ha Lichtweide, 65 ha Waldweide). Diese ist mit einem Fußsteig erschlossen und mit Galtvieh bestoßen. In interessanten fachlichen Beiträgen wurden die Teilnehmer zur Almflora, Geologie (Hauptdolomit), zur Bedeutung der Waldweide, zur Schutzwaldsanierung, zur allgemeinen Almproblematik sowie zur Almförderpolitik informiert. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zu den Konflikten Erosionsschutz, Almwirtschaft und forstlichen Interessen.

Dabei kamen auch neue Forschungsergebnisse zum Humusschwund im Bergwald zur Sprache. Nach einer großangelegten Bodenhumusinventur mit 170 Wald- und 52 Almbodenprofilen in den östlichen Bayerischen Alpen (Christophel 2015) ergab sich im Vergleich mit Ergebnissen von 1976 (Neuerburg 1977; Röhle 1977; Bochter et al. 1981): Die organischen C-Vorräte (organische Auflage + Mineralboden bis 30 cm Tiefe) nahmen in den Wäldern im Mittel um 17 % ab, in bewirtschafteten Waldböden sogar bis zu 78 %, auf den Almen (stabilere C-Bindungsformen) dagegen nur um 7 %. Die Humusverluste seien vermutlich eine Folge der Erwärmung durch den Klimawandel.

Aus Zeitgründen konnte das wichtige Thema “große Beutegreifer“, insbesondere der Wolf, nicht diskutiert werden. Alle Teilnehmer waren von der Exkursion beeindruckt. Am Sa 29.7.17 von 6-8 Uhr wird auf Bayern 2 im Rucksackradio über die Eindrücke bei der Exkursion berichtet (zum Bericht , ab Minute 1:20). (19.7.2017)

Exkursion zur Schönleitenalm/Risserkogel/Mangfallgebirge 2017 (Foto: Klaus Lintzmeyer)

Geplante Änderung des Alpenplans - Brief an die Abgeordneten

Die Naturschutzverbände Bund Naturschutz, Deutscher Alpenverein, Landesbund für Vogelschutz, Naturfreunde, Mountain Wilderness und VzSB haben im Zusammenhang mit der geplanten Änderung des Alpenplans ein gemeinsames Schreiben an alle Mitglieder des Bayerischen Landtags geschickt. Darin werden die Abgeordneten nochmals explizit auf die Haltung der Verbände hingewiesen und gebeten, sich bei der Abstimmung für den Erhalt des Alpenplans einzusetzen. (9.6.17)

Protestaktion zur Rettung der Klamm Eisenbreche an der Ostrach

Mountain Wilderness Deutschland spannte ein Banner gegen den Bau einer Staumauer in der Eisenbreche im Allgäu. Die Klamm im Hintersteiner Tal im Allgäu ist durch den geplanten Bau eines Wasserkraftwerkes gefährdet. Mit einer Protestpostkarte können auch Sie Ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Die Postkarten können Sie auf der Seite von Mountain Wilderness Deutschland kostenfrei beziehen. (8.6.17)

DAV-Kampagne "Danke Alpenplan"

In Zusammenhang mit der vom Ministerrat geplanten Änderung des Alpenplans startet der Deutsche Alpenverein eine Kampagne, in welcher die Schönheit der bayerischen Berge und die Wirksamkeit des Alpenplans dargestellt werden. Alle weiteren Infos finden Sie direkt auf der Seite des DAV „Danke Alpenplan“. (1.6.2017)

Exkursion zur Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Am 9. Mai fand die Exkursion des Vereins zur Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf dem Zugspitzplatt statt. Der Forschungskoordinator der Station Dr. Till Rehm führte die Teilnehmer durch das Gebäude und erläuterte die Geschichte des Hauses sowie die verschiedenen Forschungsprojekte. Die Exkursionsplätze waren restlos belegt und die Teilnehmer von der Vielseitigkeit der Forschungsprojekte sowie der Führung begeistert. Wegen des großen Interesses planen wir für nächstes Jahr eine Wiederholung der Exkursion. (10.5.17)

Schneefernerhaus 2017Exkursion zur Umweltforschungsstation Schneefernerhaus 2017 (Foto: Klaus Lintzmeyer)

Vorstandsmitglied Dr. Klaus Lintzmeyer erhält Umweltpreis

Unser Schriftführer Dr. Klaus Lintzmeyer hat am 3. Mai in der Vitalwelt Schliersee den „Anton-Bauer-Umweltpreis“ der SPD des Landkreises Miesbach für sein Engagement im Naturschutz verliehen bekommen. Der Sozialdemokrat Anton Bauer war von 1952-1955 Landrat im Kreis Miesbach und hat früh die Bedeutung des Umwelt- und Naturschutzes erkannt. Entschlossen hat er bedeutende Teile des Landkreises als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.

In der Laudatio würdigte der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn das hohe gesellschaftliche Engagements des Preisträgers und ließ seine Naturschutz-Vita Revue passieren – und bezog die Aktivitäten seiner Frau Anneliese Lintzmeyer mit ein, die schon vor einigen Jahren den Anton-Bauer-Preis erhalten hat. Zur aktuellen Verleihung berichtete der Miesbacher Merkur.

Dr. Klaus Lintzmeyer ist Vorstandsmitglied des Vereins und als Schriftführer verantwortlich für das Jahrbuch. In seiner Dankesrede widmete er sich u.a. den bisher ergebnislosen Anstrengungen, das Rotwandgebiet als Naturschutzgebiet auszuweisen. Sein Resümee: „Es ist über Jahrzehnte … schon alles und mehrfach von Privatpersonen, von NGOs und von Fachbehörden gesagt worden. Wir brauchen jetzt keine neuen Aktivitäten von Privatpersonen und NGOs. Jetzt sind zur Umsetzung die Fachbehörden und die Politik dran, mit allen Beteiligten einen Kompromiss zu schmieden.“

Der Verein gratuliert dem Preisträger herzlich. (5.5.2017)

Exkursion zur "Umweltforschungsstation Schneefernerhaus" auf die Zugspitze am 9. Mai 2017

Der VzSB lädt ein zur Exkursion zur "Umweltforschungsstation Schneefernerhaus" auf die Zugspitze am 9. Mai 2017. Weitere Details zum Ablauf sowie zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Exkursionsfaltblatt. (21.4.2017)

VzSB-Publikationen in der Online-Datenbank ZOBODAT

Inzwischen sind auch die Artikel unserer Jahrbücher, Berichte und Nachrichten als einzelne PDF-Dateien verfügbar. Alle Beiträge zwischen 1901 und 2013 können nun in ZOBODAT gesucht und heruntergeladen werden. ZOBODAT ist eine zoologisch-botanische Datenbank mit Sitz am Oberösterreichischen Landesmuseum. (18.4.2017)

Saison im Alpenpflanzengarten eröffnet

Seit Palmsonntag hat unser Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden wieder geöffnet, aufgrund der Vegetationsentwicklung heuer besonders früh. Schon jetzt lohnt sich ein Besuch! Gerade blühen die Primeln um die Wette: in Hellgelb die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) und die Schaftlose Primel (Primula vulgaris), in kräftigem Rosa die Clusius-Primel (Primula clusii), ein Endemit der Nördlichen Kalkalpen, der seine westliche Arealgrenze in den Berchtesgadener Alpen erreicht. (10.4.2017)


Primula clusii im Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden (Foto: Heinz Staudacher)

Ministerrat beschließt Aufweichung des Alpenplans

Am 22. März 2017 endete die äußerst knapp bemessene Frist, zur Änderung des Alpenplans Stellung zu nehmen. Gegen diese Änderung haben sich nicht nur Naturschutzverbände in fundierten Stellungnahmen ausgesprochen, sondern auch andere Verbände und Institutionen wie der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, der Bund Deutscher Architekten (BDA, LV Bayern), der Verband Beratender Ingenieure (VBI, LV Bayern), die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL, LG Bayern), die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL, RG Bayern) und die Bayerische Akademie Ländlicher Raum (ALR). Hier zur Stellungnahme des VzSB.

Zusätzlich haben viele tausend Bürger, darunter auch viele Mitglieder des VzSB, ablehnend Stellung genommen. In nur drei Arbeitstagen, einem Zeitraum, der kaum ausreicht, all diese Schreiben auch nur zu lesen, hat die Staatsregierung sich mit diesen Einwänden auseinandergesetzt und sie am 28. März durch Ministerratsbeschluss verworfen. Ein Verfahren, das unser langjähriges Mitglied Dr. Eberhard Pfeuffer zu einem sehr bemerkenswerten, persönlichen Schreiben an Ministerpräsident Seehofer veranlasst hat. Darin teilt er mit, sein "Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern", verliehen für sein Engagement im Artenschutz, zurückzugeben. Dieses Schreiben und seinen Niederschlag in der Presse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Es drückt mit Sicherheit die Stimmung vieler von uns aus.

Am 27.04.2017 findet im Wirtschaftsausschuss eine ganztägige Anhörung zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) statt, am 22.06.2017 im Umweltausschuss eine Anhörung zu "Erhaltung und Weiterentwicklung des Alpenplans zum Schutz der bayerischen Alpen und als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung“. (31.03.2017)

Gemeinsame Presseaussendung des VzSB und BN:
"Blick unter die Schneedecke: Wie der Wintertourismus alpine Landschaften zerstört - Neue Studie erhebt erstmals alpenweit den Ökologischen Fußabdruck von Skigebieten"

In einer neuen Studie hat der bayerische Biologe Alfred Ringler die Landschaftsveränderungen des Massenskibetriebes der letzten Jahrzehnte mittels Satelliten- und Luftbildauswertungen sowie Begehungen über viele Jahre erstmals alpenweit erfasst. Um die ökologischen Auswirkungen von Skigebieten quantifizieren und vergleichen zu können, wurde der "Ökologische Fußabdruck" von größeren Ski-Stationen im gesamten Alpenraum ermittelt. Dieser Eingriffsindex berücksichtigt z.B. Flächenumfang, beanspruchte Höhenbereiche, das Ausmaß an Planierungen, Geländeveränderungen und Erosionsflächen, den Anteil gerodeter Bergwaldfläche und die Nutzung ursprünglicher Alm- bzw. Grünlandfläche. Je höher der errechnete Eingriffsindex eines Skigebiets, desto größer ist seine Landschaftsbelastung.
Ringler stellt die knapp 1.000 untersuchten Skigebiete in einer Vergleichsliste zusammen, die "als punktuell noch zu präzisierender Entwurfsvorschlag... zu vervollständigen und laufend fortzuschreiben ist. Trotz seiner methodischen, aber prinzipiell unlösbaren Unvollkommenheit wird aber doch bereits jetzt ein raum- ordnungs-, naturschutz- und tourismuspolitisch interpretierbares Gesamtbild umrissen.“
Die Studie „Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung“ wurde im Jahrbuch 2016/2017 des Vereins zum Schutz der Bergwelt publiziert. Hier zur Pressemittteilung, zum dazugehörigen Foto, zur Studie und zur Zusammenfassung der Studie. (13.03.2017)

Beteiligungsverfahren zur Änderung des Alpenplans läuft!

Der Ministerrat hat am 7. Februar 2017 die Durchführung einer Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) beschlossen. Danach soll die Zonierung des Alpenplans am Riedberger Horn geändert werden. Die Naturschutzverbände sind über das Verfahren und das Ignorieren einer überwältigenden Mehrheit – 91 % der bayerischen Bevölkerung sprechen sich für den uneingeschränkten Erhalt des Alpenplans aus – entsetzt. Wie CIPRA Deutschland und andere Naturschutzverbände wird der VzSB seine strikte Ablehnung der Teilfortschreibung im Rahmen des Anhörungsverfahrens zum Ausdruck bringen. Darüber hinaus besteht für jedermann bis zum 22. März 2017 die Möglichkeit zur Äußerung gegenüber dem Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Wir haben einen Musterbrief vorbereitet. Weitere Informationen zur Anhörung und zum Wortlaut der geplanten Änderung des Alpenplans finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat: https://www.landesentwicklungbayern.de/teilfortschreibung-lep/
Die Pressemitteilung der CIPRA Deutschland sehen Sie hier (23.2.2017)

Dankschreiben aus dem Vatikan

Unser aktuelles Jahrbuch 2016/17 enthält einen sehr lesenswerten Beitrag von Prof. Dr. Markus Vogt zu Laudato si´, der ersten Umweltenzyklika der katholischen Kirche. Unser langjähriges Mitglied Benedikt XVI., Papst emeritus, hat mit dem angefügten Dankschreiben auf die Zusendung des Jahrbuches reagiert. Über dieses außergewöhnliche Zeichen der Verbundenheit haben wir uns sehr gefreut. (9.2.2017)

Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn unwirksam

Ein am 23. Januar der Öffentlichkeit vorgestelltes Rechtsgutachten, das der renommierte Jurist Prof. Dr. Gerrit Manssen (Universität Regensburg) im Auftrag der Gesellschaft für ökologische Forschung angefertigt hat, verneint die Wirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse, auf denen die Planung der Skischaukel am Riedberger Horn in der Ruhezone C des Bayerischen Alpenplanes basiert. Mitglieder der Gemeinderäte von Balderschwang und Obermaiselstein sowie der Obermaiselsteiner Bürgermeister sind gleichzeitig Gesellschafter der OHG, die als Betreibergesellschaft der geplanten Skischaukel vorgesehen ist. Fünf von neun Gemeinderatsmitgliedern von Obermaiselstein sind daher nicht stimmberechtigt gewesen, als 2014 über den Teilflächennutzungsplan „Verbindungsbahn Grasgehren-Balderschwang“ abgestimmt wurde. Mit nur noch vier verbleibenden Stimmberechtigten ist der Obermaiselsteiner Gemeinderat nach der Bayerischen Gemeindeordnung nicht mehr zu Angelegenheiten der Skischaukel beschlussfähig, da „die Mehrheit der Stimmberechtigten stimmberechtigt sein muss“. Die kommunale Rechtsaufsicht soll nun aufgefordert werden, dazu baldmöglichst Stellung zu nehmen. (23.01.2017)

Rechtsgutachten von Prof. Dr. Gerrit Manssen
CIPRA - Pressemitteilung vom 23.1.2017

http://www.br.de/nachrichten/rechtsgutachten-beschluesse-riedberger-horn-100.html


Pressekonferenz in München zur Vorstellung des Manssen-Gutachtens; v.l.n.r. R.Mergner (BN), Dr. W.Zängl (GÖF), Prof. Dr. G. Manssen, E.Rothgang (CIPRA Deutschland), C.Himmighoffen (VzSB), R. Erlacher (DAV), H.Beran (LBV) und Pressevertreter. (Foto K. Lintzmeyer)