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Der Verein zum Schutz der Bergwelt

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) ist als anerkannter, in Bayern tätiger Naturschutzverein mitwirkungsberechtigt nach § 63 BNatSchG und in zahlreichen Gremien aktiv. Er hat derzeit rund 1.000 Mitglieder, darunter viele Sektionen der Alpenvereine (DAV, ÖAV und AVS).

Der VzSB ist der älteste Naturschutzverband im Alpenraum, der sich für die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensräume vor allem der Bergwelt einsetzt. Vorrangiges Ziel ist es, die Alpen als einmaligen und bedeutendsten Natur- und Erlebnisraum in ihrer Eigenart, Schönheit und Ursprünglichkeit zu erhalten.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt kooperiert mit Personen, Organisationen und Institutionen, die gleiche oder ähnliche Zwecke verfolgen bzw. die Vereinsziele unterstützen. Die VzSB-Vorstandschaft und ihre Delegierten vertreten den Schutz der Bergwelt in Gremien (z.B. Naturschutzbeirat, Landesplanungsbeirat), in Arbeitskreisen (z.B. Plattform Berglandwirtschaft der Alpenkonvention) und auf Tagungen. Der VzSB ist Mitgliedsverband im Deutschen Naturschutzring (DNR) und bei CIPRA Deutschland.

Der VzSB gibt ein Jahrbuch mit wissenschaftlichen, meist alpinen Beiträgen heraus. Er sieht sich als wissenschaftliche und gesellschaftliche Plattform, um das Wissen über die ökologischen und landschaftlichen Zusammenhänge des Alpenschutzes zu vertiefen, aktuelle Fragestellungen zu diskutieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Renommierte Autoren veröffentlichen im VzSB-Jahrbuch zu aktuellen Themen (z. B. Insektensterben) und Grundsatzfragen des Naturschutzes und der Raumordnung im Alpenraum, die in der Politik und Landesplanung Wirkung zeigen (z.B. Erstveröffentlichung des bayerischen Alpenplans).

Als anerkannter Naturschutzverband in Bayern hat der VzSB Mitwirkungsrechte bei Rechtsetzungs- und Verwaltungsverfahren (Vorhaben und Planungen) und gibt entsprechende Stellungnahmen ab (z. B. Naturschutzgesetz, Skischaukel am Riedberger Horn, Alpenplanänderung, Eingriffe in Natur und Landschaft).

Mindestens einmal jährlich bietet der VzSB eine Fachexkursion an (z. B. 2018: Klimastation auf der Zugspitze; zur Flora des Geigelstein-Gebiets).

Der VzSB unterhält einen öffentlich zugänglichen Alpenpflanzengarten neben der Vorderkaiserfeldenhütte (DAV-Sektion Oberland) im Kaisergebirge – Führungen auf Anfrage.

Ziele

Der Verein hat sich den Schutz von Natur und Landschaft vor beeinträchtigenden und zerstörenden Eingriffen zur Aufgabe gemacht, insbesondere der Bergwelt. Hier der Vereinszweck in unserer Satzung:

„Zweck des Vereins ist die Förderung des Schutzes von Natur und Landschaft vor allem der Bergwelt. Der Verein will zu Erhalt, Pflege und Wiederherstellung der Eigenart, Schönheit und Ursprünglichkeit mit ihrer natürlichen Vielfalt an wild lebenden Tier- und Pflanzenarten, einschließlich ihrer Lebensräume, beitragen. Der Verein will auch dazu beitragen, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Förderung der allgemeinen und wissenschaftlichen Kenntnisse über Alpenpflanzen und -tiere und ihre Lebensräume und ihrer jeweiligen Funktionen im Naturhaushalt."

Vorstand

Bei der Mitgliederversammlung am 03.11.2018 wurden in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzende: Dr. Sabine Rösler
2. Vorsitzende: Lorenz Sanktjohanser
Geschäftsführender Vorsitzender: Rudi Erlacher
Schriftführer und Schriftleiter: Dr. Klaus Lintzmeyer
Schatzmeister: Dr. Wolf Guglhör

Geschichte und Erfolge

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) wurde im Jahr 1900 zunächst als "Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen" aus dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein heraus gegründet, später in „Verein zum Schutze der Alpenpflanzen“ und dann in "Verein zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere" umbenannt. Sein heutiger Name bezeichnet den Vereinszweck: den Schutz von Natur und Landschaft - vor allem der Bergwelt - in ihrer Gesamtheit zu fördern.

Initiativen des Vereins führten im Jahr 1910 zum "Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen", dem ersten größeren Pflanzenreservat im Alpenraum und Keimzelle des heutigen Nationalparks Berchtesgaden, später in Bayern zu den alpinen Naturschutzgebieten Karwendel und Ammergebirge, in Tirol zum NSG Kaisergebirge.

Der Verein ergriff schon vor den 1. Weltkrieg die Initiative, die ganze Alpenschutzbewegung auf eine internationale Basis zu stellen. Diese Idee trug wesentlich zur Gründung der Commission Internationale pour la Protection des Alpes (CIPRA) im Jahr 1952 bei, dem ersten internationalen Zusammenschluss von nichtstaatlichen Alpenschutzorganisationen.

Veröffentlichungen und Eingaben des Vereins trugen wesentlich dazu bei, die Watzmannbahn im Naturschutzgebiet Königssee zu verhindern, den bayerischen dreizonigen Alpenplan zu realisieren und auf die energiewirtschaftliche Nutzung der Brandenberger Ache und des Oberen Lechtals in Tirol zu verzichten.