Der Verein zum Schutz der Bergwelt besteht seit 1900. Er gründete sich aus dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein heraus und steht mit beiden Vereinen bis heute in engster Verbindung.
 
Dem Verein gehören rund 1500 Mitglieder aller Schichten und Berufe im In- und Ausland sowie fast alle österreichischen und deutschen Alpenvereinssektionen an. Zu den Mitgliedern zählen maßgebliche Vertreter des öffentliche Lebens, der staatlichen und kommunalen Verwaltung, der Wirtschaft und der Wissenschaft.
 
Als ein seit 1984 anerkannter Naturschutzverband in Bayern (gemäß Art. 42 BayNatSchG) ist der Verein in zahlreichen Gremien tätig. Er ist Mitgliedsverband im Deutschen Naturschutzring (DNR) und bei der CIPRA Deutschland und hat Beobachterstatus im Netzwerk Alpiner Schutzgebiete der Alpenkonvention.



Ziele

Der Verein hat sich den Schutz der Alpenpflanzen und Alpentiere und darüber hinaus der Bergwelt in ihrer Gesamtheit vor beeinträchtigenden und zerstörenden Eingriffen zur Aufgabe gemacht.

Download: Selbstverständnis und Ziele des VzSB (November 2009)

Dabei steht der Verein vernünftigen naturgerechten Lösungen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit aufgeschlossen gegenüber. Seine Einstellung wird allein von der Verantwortung getragen, einen Raubbau an der alpinen Natur- und Kulturlandschaft zu verhindern.



Unsere wesentlichen Aktivitäten sind die Verbreitung und Durchsetzung unserer Vorstellungen und Bestrebungen durch

  • enge Kontakte zu anderen Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Institutionen
  • Zusammenarbeit mit staatlichen und kommunalen Dienststellen
  • gutachtliche und beratenden Tätigkeit
  • Mitarbeit in Planungs- und Naturschutzbeiräten bei Landesgesetzen und Verordnungen
  • Einflussnahme bei Errichtung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Nationalparks und europäischen Schutzgebieten
  • gezielte Abwehrmaßnahmen und Einsprüche bei schädlichen Eingriffen in die Landschaft
  • Information der Öffentlichkeit durch die Massenmedien
  • Herausgabe eines Jahrbuchs und Sonderveröffentlichungen unseres Vereins
  • ehrenamtliche Tätigkeit


Der Alpenpflanzengarten des Vereins im Kaisergebirge

„Wer die Schönheit der Alpenpflanzen schätzen und lieben lernt, der schützt sie auch!“ Diesen Gedanken verfolgten Mitglieder des VzSB und der Sektion Oberland/München als sie 1930 auf sektionseigenem Grund bei der Vorderkaiserfelden Hütte im Kaisergebirge den Alpenpflanzengarten errichteten. Seitdem wuchsen bis zu 950 verschieden Pflanzen vom „Wiener Wald bis zum Mittelmeer“ auf dem gerade einmal 600m² großen rautenförmigen Grundstück.

Heute bietet der Garten Naturinteressierten ein Abbild der heimischen Pflanzen des Kaisergebirges, mit ein wenigen Ausnahmen wie dem stahlblauen Alpen-Mannstreu. Wild kommt er heute nur noch selten beispielsweise in den franz. Südalpen vor. Auf Täfelchen werden die verschiedenen Pflanzen mit deutschem und lateinischem Namen benannt.

In den Alpen nimmt die Temperatur durchschnittlich 0,6 Grad Celsius je 100 Hm ab, gleichzeitig erstreckt sich die Vegetationszeit in manchen Gebieten nur noch auf rund drei Monate im Jahr. Durch die Steilheit des Geländes erhöhen sich Sonneneinstrahlung und Windverhältnisse. Die Pflanzen haben sich auf ihre Art an diese extremen Standortbedingungen angepasst, u.a. durch Kleinwüchsigkeit oder Blattbehaarung.

Unser Garten wird seit Jahren sehr liebevoll von Hans Götzke, Mitglied und Gärtner im Botanischen Garten München ehrenamtlich gepflegt.
 
 


Der Eingang zum Alpenpflanzengarten.

Kleine Schilder benennen die Pflanzen im Garten.
 
 
Ein Besuch des sehr schön angelegten Gartens lohnt sich immer. Die Vorderkaiserfelden Hütte lockt außerdem nach der Gartenbesichtigung mit herzhafter Tiroler Kost bei faszinierender Aussicht in das Inntal.
 
 

Der Blick auf die Vorderkaiserfelden Hütte.
 
 
Öffnungszeiten:
Der Garten ist i. d. R. von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet.

Lage:
Der Alpenpflanzengarten liegt direkt neben der Vorderkaiserfelden Hütte im Kaisertal.

Vorderkaiserfelden Hütte, DAV-Sektion Oberland:
Ganzjährig bewirtschaftet, zahlreiche Tourenmöglichkeiten,
Tel./Fax: +43 (0) 5372 / 634 82, E-Mail: info@vorderkaiserfelden.com,
Web: http://www.vorderkaiserfelden.com

Aufstieg:
Parkplatz „Kaisertal“ in Kufstein (Richtung Ebbs). Aufstieg ins Kaisertal über Stufen. Dem gut beschilderten Wanderweg zur Vorderkaiserfelden Hütte folgen, ca. 2,5 h Gehzeit.

Download: Flyer des Alpenpflanzengarten (November 2010)