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Der Verein zum Schutz der Bergwelt

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) ist als anerkannter, in Bayern tätiger Naturschutzverein mitwirkungsberechtigt nach § 63 BNatSchG und in zahlreichen Gremien aktiv. Er ist Mitgliedsverband im Deutschen Naturschutzring (DNR). Der VzSB gibt ein Jahrbuch mit wissenschaftlichen, meist alpinen Beiträgen heraus und hat derzeit rund 1.200 Mitglieder.

Ziele

Der Verein hat sich den Schutz von Natur und Landschaft vor beeinträchtigenden und zerstörenden Eingriffen zur Aufgabe gemacht, insbesondere der Bergwelt. Hier der Vereinszweck in unserer Satzung

„Zweck des Vereins ist die Förderung des Schutzes von Natur und Landschaft vor allem der Bergwelt. Der Verein will zu Erhalt, Pflege und Wiederherstellung der Eigenart, Schönheit und Ursprünglichkeit mit ihrer natürlichen Vielfalt an wild lebenden Tier- und Pflanzenarten, einschließlich ihrer Lebensräume, beitragen. Der Verein will auch dazu beitragen, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Förderung der Kenntnisse von den Alpenpflanzen und -tieren und ihrer Lebensräume und ihrer jeweiligen Funktionen im Naturhaushalt."

Vorstand

Bei der Mitgliederversammlung am 17.10.2015 wurden in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender: Christoph Himmighoffen
2. Vorsitzende: Dr. Sabine Rösler
Geschäftsführender Vorsitzender: Rudi Erlacher
Schriftführer und Schriftleiter: Dr. Klaus Lintzmeyer
Schatzmeister: Dr. Wolf Guglhör


v.l.n.r.: Dr. Klaus Lintzmeyer, Rudi Erlacher, Dr. Sabine Rösler, Christoph Himmighoffen, Dr. Wolf Guglhör, Michael Robert (Geschäftsstellenleiter) (Foto Archiv VzSB).

Geschichte und Erfolge

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) wurde im Jahr 1900 zunächst als "Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen" aus dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein heraus gegründet, später in „Verein zum Schutze der Alpenpflanzen“ und dann in "Verein zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere" umbenannt. Sein heutiger Name bezeichnet den Vereinszweck: den Schutz von Natur und Landschaft - vor allem der Bergwelt - in ihrer Gesamtheit zu fördern.

Initiativen des Vereins führten im Jahr 1910 zum "Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen", dem ersten größeren Pflanzenreservat im Alpenraum und Keimzelle des heutigen Nationalparks Berchtesgaden, später in Bayern zu den alpinen Naturschutzgebieten Karwendel und Ammergebirge, in Tirol zum NSG Kaisergebirge.

Der Verein ergriff schon vor den 1. Weltkrieg die Initiative, die ganze Alpenschutzbewegung auf eine internationale Basis zu stellen. Diese Idee trug wesentlich zur Gründung der Commission Internationale pour la Protection des Alpes (CIPRA) im Jahr 1952 bei, dem ersten internationalen Zusammenschluss von nichtstaatlichen Alpenschutzorganisationen.

Veröffentlichungen und Eingaben des Vereins trugen wesentlich dazu bei, die Watzmannbahn im Naturschutzgebiet Königssee zu verhindern, den bayerischen dreizonigen Alpenplan zu realisieren und auf die energiewirtschaftliche Nutzung der Brandenberger Ache und des Oberen Lechtals in Tirol zu verzichten.