Mehrheit der Bayern ist gegen die Skischaukel am Riedberger Horn

Über 1.000 Bayern hat das Meinungsforschungsinstiut TNS-Emnid im Auftrag des Landesbunds für Vogelschutz befragt. Gegen die geplante Skischaukel sprachen sich bayernweit 80 % aus, für den Erhalt des bayerischen Alpenplans und gegen Neuerschließungen in der sogenannten Ruhezone C sogar 91% der Befragten. (19.01.2017)

http://www.lbv.de/unsere-arbeit/alpen/riedberger-horn/bayernweite-umfrage-zum-alpenplan.html
http://www.br.de/nachrichten/umfrage-skischaukel-riedberger-horn-100.html


Jahrbuch 2016/2017

Titelbild Jahrbuch 2016/2017Kurz nach Weihnachten ist das neue VzSB-Jahrbuch erschienen. Eine besondere Ehre für unseren Verein ist das Grußwort, das Frau Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks für dieses Jahrbuch verfasst hat. In einem Schwerpunkt-Artikel werden von Alfred Ringler die landschaftsökologischen Folgen des Massenskibetrieb erstmals alpenweit bilanziert. Nach einleitender Gesamtanalyse der ökologischen Auswirkungen des Anlagenbaues, des Schneemanagements und des Pisten-/Loipen-Betriebes wird der Versuch unternommen, die ökologische Wirkung aller größeren Skistationen der Alpen durch einen „ökologischen Fußabdruck“ zu quantifizieren. Ein weiterer Schwerpunkt-Artikel befasst sich mit dem Bayerischen Alpenplan, auch im Kontext der Erschließungspläne am Riedberger Horn. Weitere Themen sind die Umweltenzyklika Laudato si' der katholischen Kirche, die Notwendigkeit des Bodenschutzes, der rumänische Buchen-Nationalpark Semenic, Gletschertöpfe in Cavaglia/Valposchiavo und der dortige Gletschergarten, das Kronwinkelmoos (Ammergauer Alpen), Zirbelkieferverjüngung im Naturwaldreservat Wettersteinwald, Brutvögel im Naturwaldreservat Totengraben (Mangfallgebirge) und die Ausstellung über das Werk des Fotografen und Bergführers Jürgen Winkler im Alpinen Museum. Zum Inhaltsverzeichnis (28.12.2016)

VzSB-Publikationen von 1901 bis 2008 jetzt online

Alle Jahrbücher, Berichte und Mitteilungen unseres Vereins, die zwischen 1901 und 2008 veröffentlicht wurden, stehen jetzt im Online-Katalog der DAV-Bibliothek und sind als PDF-Dateien verfügbar. Hier finden Sie die Publikationsreihen mit den jeweiligen Links: http://www.vzsb.de/publikationen.php. (23.12.2016)

Kompensation der geplanten Schutzzonen-Änderung nicht möglich

Seit dem Kabinettsbeschluss vom 28.11.2016 ist das federführend zuständige Finanzministerium damit beauftragt, die Skischaukel am Riedberger Horn landesplanerisch zu ermöglichen. Dazu müssen die betroffenen Flächen - rund 80 Hektar - am Riedberger Horn erst einmal aus der strengsten Schutzkategorie, der Zone C, auf "Zone B" heruntergestuft werden. Als vermeintliche Kompensation sollen dann andere Flächen im Gemeindegebiet Balderschwang (rund 304 Hektar am Bleicherhorn sowie am Hochschelpen) zur Zone C hinaufgestuft werden. Nur hilft das der Natur keinen Deut: Den Birkhühner am Riedberger Horn nicht, den labilen Hängen nicht und das geplante Skigebiet wird auch um keinen Quadratmeter kleiner. Für Bleicherhorn und Hochschelpen macht dieser Deal ebenfalls keinen größeren Sinn, da die Flächen dort ohnehin schon unter Naturschutz stehen - darüberhinaus befinden sie sich in Staatsbesitz und sind damit dem Zugriff entzogen. (20.12.2016)

Schutzzone C am Riedberger Horn darf nicht angetastet werden

Diese Forderung ist aktueller denn je, nachdem das Kabinett am 29.11. beschlossen hat, das Verfahren zur Änderung des Alpenplans einzuleiten und damit die Skischaukel am Riedberger Horn zu ermöglichen. Die VzSB-Vorstandschaft hat bereits auf ihrer Sitzung vom 27.10. für diesen Fall folgenden Beschluss gefasst: "Der Vorstand des VzSB bekräftigt seine Entschlossenheit, zusammen mit anderen Naturschutzverbänden gegen die geplante Skischaukel am Riedberger Horn gegebenenfalls zu klagen." (30.11.2016)

Das Ratsbegehren um das Riedberger Horn/Allgäu erzielt eine Mehrheit für die geplante Skischaukel bei erstaunlich vielen Gegenstimmen

Das Ratsbegehren in Balderschwang und Obermaiselstein zu der geplanten Skischaukel am Riedberger Horn/Allgäu ist am 18.9.2016 mit erstaunlich vielen Gegenstimmen ausgegangen. Fasst man die Wahlergebnisse der beiden Gemeinden zusammen, so waren bei einer Wahlbeteiligung von 71 Prozent 72% der Wähler für und 28% gegen den Zusammenschluss der Skigebiete Grasgehren und Balderschwang.

Auch dem Projekt gegenüber kritische Insider haben mit einer wesentlich größeren Zustimmung gerechnet – man ging von 90:10 plus aus. Die ortsansässigen Projektgegner haben sich im Vorfeld offensichtlich nicht „geoutet“: Die Opposition vor Ort war unsichtbar, auch für sich selber. Auch die Sendung des BR „BürgerForum live“ in Obermaiselstein am 20.1.2016 war so inszeniert, als käme Widerstand nur von außen. So fehlte in den Dörfern das Diskussionsforum für Gegenargumente, die Projektgegner konnten sich nicht formieren.

Vor der Folie dieser doch hermetischen Situation kann man davon ausgehen, dass ein Bürgerbegehren zur geplanten Skischaukel am Riedberger Horn schon in der Region oder gar in ganz Bayern auf Ablehnung gestoßen wäre. Das „deutliche Votum“, das sich die Bayerische Staatsregierung für eine Änderung der Zone C des Alpenplans am Riedberger Horn ausbedungen hat, ist aus dieser Perspektive eine Farce, auch wenn es als Erfolg verkauft wird.

Die Änderung der Zone C

Der nächste angekündigte Schritt der Staatsregierung wird nun die Änderung der Zone C in die Zone B des Alpenplans im Bereich des Riedberger Horn sein, um den Weg für das Genehmigungsverfahren der geplanten Skischaukel frei zu machen. Den Entwurf zur Änderung der Zone C in die Zone B erarbeitet das „Bayerische Heimatministerium“ unter der Leitung von Markus Söder, dem früheren Bayerischen Umweltminister. Die Naturschutzverbände und andere Träger öffentlicher Belange sollen mit eingebunden werden. Auch wenn das Umweltministerium dagegen sein sollte, so ist das kein Hinderungsgrund. Einstimmigkeit im Ministerrat ist im Gegensatz zum fallengelassenen Zielabweichungsverfahren nicht verlangt. Am Ende des Verfahrens steht die Abstimmung im Landtag, die laut Minister Söder auf jeden Fall noch 2017 erfolgen soll.

Damit wäre der Weg frei für das eigentliche Genehmigungsverfahren der geplanten Verbindungsbahn und Piste. Das wird die eigentliche Hürde des Verfahrens: Das auch für Deutschland geltende Bodenschutzprotoll der Alpenkonvention erlaubt nach Art. 14 (1) in labilen Gebieten keine Genehmigung für den Bau und die Planierung von Skipisten. Der Bereich der geplanten Skipiste, die die Bergstation der neuen Bahn mit der Talstation des bestehenden Lifte im Balderschwanger Tal verbinden soll, ist lt. amtlichen Erhebungen geologisch extrem labil, bestätigt auch durch frühere Hangrutschungen bis hinunter zur Riedbergpassstraße. Und zudem steht gegen den Bau der Verbindungsbahn und der Piste das EU-rechtliche „faktische Vogelschutzgebiet“ aufgrund der überregional bedeutsamen Birkwildpopulation, ein ganz hartes No-Go.

Die Reaktion der Presse auf die Politik der Staatsregierung

Die Öffentlichkeit reagiert über die fortschreitende Eskalation, mit der die Staatsregierung der lokalen Bevölkerung, protegiert von CSU-Fraktionchef Thomas Kreuzer, zu ihren Privilegien verhelfen will, zusehends mit Ablehnung, Unmut und Geringschätzung. „Selten sind zwei Bürgerentscheide sinnloser gewesen als die am Sonntag in den Allgäu-Dörfern Balderschwang und Obermaiselstein. Dort sollen die Bürger über ein Skiprojekt befinden - einzig und allein auf Wunsch von Ministerpräsident Horst Seehofer. Er will ein Bürgervotum für die so genannte Skischaukel am Riedberger Horn. Aber mit Verlaub: Eine Abstimmung in zwei Klein-Gemeinden darf nicht ausschlaggebend für den Bau eines Skiprojekts sein, das wie ein Donnerschlag im Alpenraum wirken würde“ schreibt der Münchner Merkur am 17.9.2016.

Die Presse in fast ganz Bayern, zum Teil sogar im Allgäu, hofft, dass die Willkür der Staatsregierung an der harten Wand von Alpenkonvention und EU-Recht scheitert. So rücken die Naturschutzverbände in eine in Bayern eher selten zuerkannte Rolle der Hoffnungsträger, die dem Spuk ein Ende bereiten sollen: „Bleibt zu hoffen“ legt der Münchner Merkur am 20.9.2016 nach, „dass die Umweltschützer mit ihrer Klage Erfolg haben.“

Mitgliederaufruf: Schreiben Sie an Ministerpräsident Seehofer

Schreiben Sie einen persönlichen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten, in dem Sie Ihre Sorge um die Erhaltung von Riedberger Horns und Alpenplan ausdrücken. Je mehr Bürger schreiben, desto besser! Hier finden Sie ein Musterschreiben. (6.9.2016)

Zahlen und Fakten zum Riedberger Horn in "Vogelschutz" 3/2016

In der aktuellen Zeitschrift des Landesbunds für Vogelschutz äußert sich der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer zu den Gefahren für Riedberger Horn und Alpenplan. Der pointierte Beitrag deckt sich voll mit unserer Meinung und ist auch das Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit der Naturschutzverbände. Ebenfalls lesenswert: eine Übersichtsgrafik mit wichtigen Zahlen und Fakten zum Schutz des Riedberger Horns. (11.08.2016)

Haltung des VZSB zum dritten Nationalpark in Bayern

Der VzSB begrüßt grundsätzlich die Ausweisung eines dritten Nationalparks in Bayern, der den nationalen und internationalen Anforderungen an einen Nationalpark entspricht. Obwohl der Verein besonders dem Schutz der Alpen verpflichtet ist, lehnt er es ab, einen Vorschlag gegen den anderen auszuspielen. Ebenso lehnt er es ab, einzelne Räume von vorneherein auszuschließen. Entscheidend müssen fachliche Kriterien wie die Qualität der zu schützenden Lebensräume, ihre Seltenheit und Bedrohung sowie die besondere Verantwortung Bayerns für ihren Schutz sein. Als seit 1984 in Bayern anerkannte Naturschutzvereinigung erinnert der VzSB an die Mitwirkungsrechte gemäß § 63 BNatSchG bei der bayernweiten Suche nach einem geeigneten Standort. Der VzSB ist gerne bereit, sich in die weitere fachliche Diskussion um den dritten Nationalpark in Bayern einzubringen. (3.8.2016)

Vorstandsmitglied Rudi Erlacher hält Vortrag auf Symposium "Berggebiete wohin?"

CIPRA Schweiz, Mountain Wilderness Schweiz und das Salecina Ferien- und Bildungszentrum Maloja haben vom 16.-19.Juni 2016 in Salecina an der Grenze zwischen Bergell und Oberem Engadin ein Symposium zum Thema: "Berggebiete wohin. Die Zukunft der Alpentäler und der Stellenwert der Kultur" ausgerichtet. Rudi Erlacher war eingeladen, auf die beiden Impulsreferate von Jon Mathieu, Historiker, und Werner Bätzing, Kulturgeograph, eine "kritische Replik" vorzutragen. Die Einladung war eine Folge der im Jahrbuch 2015 veröffentlichten "Kontroverse zwischen Rudi Erlacher und Werner Bätzing zu den Grundlagen des Natur- und Alpenschutzes". Dies zeigt, dass der VzSB mit seinen Themen weiterhin den Alpendiskurs entscheidend mitprägt. Die Vorträge können Sie nachlesen unter dem Link http://www.cipra.org/de/veranstaltungen/bergeller-tagung-2016

„Erschließungspläne am Riedberger Horn unvereinbar mit Alpenplan“,

so oder so ähnlich hätten die Schlagzeilen lauten müssen, wenn Alles mit rechten Dingen zugegangen und die Staatsregierung nicht wild entschlossen wäre, das Vorhaben auch gegen das geltende Recht in der Schutzzone des Alpenplans durchzuziehen. Wenn das Vorhaben nicht zum Recht passt, dann ändert man halt das Recht! So einfach ist das! Deshalb soll nun das Riedberger Horn aus der Schutzzone C herausgenommen oder nach der zweiten Alternative des Ministerratsbeschlusses diese ganz abgeschafft werden. Näheres zu diesem Trauerspiel finden Sie in der Pressemeldung der Bayerischen Staatskanzlei und in der darauf antwortenden Meldung der Naturschutzverbände, die das Vorhaben und dieses Vorgehen einmütig ablehnen.

VzSB lehnt Bürgerbefragung zum Riedberger Horn ab

Die Idee von Ministerpräsident Seehofer, eine Bürgerbefragung zur umstrittenen Skischaukel am Riedberger Horn durchzuführen, wird nichts an der Rechtslage ändern. Der Alpenplan ist ein Grunddokument für die Raumordnung und den Naturschutz im ganzen bayerischen Alpenraum. Klare rechtliche und fachliche Vorgaben können nicht durch eine Bürgerbefragung umgangen werden. Die Fakten liegen auf dem Tisch, die rechtlichen Vorgaben sind bekannt, es muss endlich entschieden werden. Ein weiteres Verschleppen des Verfahrens ist auch gegenüber den beiden Gemeinden unzumutbar.

VzSB-Autor und VzSB-Vorstandsmitglied für ihr Naturschutzengagement geehrt

Aus Anlass der aktuellen deutschen Präsidentschaft der Alpenkonvention hat das Bundesfinanzministerium die Sondermarke "Die Alpen - Vielfalt in Europa" herausgegeben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbaucherschutz haben in diesem Zusammenhang zehn engagierte Naturschützer mit dieser Sonderbriefmarke geehrt. Ein Album mit diesen Sonderbriefmarken bekamen u.a. der unserem Verein besonders verbundene Alfred Ringler, Biologe und Autor des "Almbuches" und vieler Beiträge in unseren Jahrbüchern und unser Geschäftsführender Vorsitzender Rudi Erlacher überreicht, siehe dazu den Artikel im Tölzer Kurier vom 1.7.2016: http://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/lenggries-ort28977/sonderbriefmarke-alpen-schuetzer-6533446.html Auch die ebenfalls geehrten Erwin Rothgang (Präsident von CIPRA Deutschland) und Dr. Hubert Zierl (Leiter des Nationalparks Berchtesgaden von 1978 - 2001) sind Mitglied in unserem Verein. Wir betrachten die genannten Ehrungen auch als Auszeichnung für den Verein zum Schutz der Bergwelt. Er prägt nach wie vor den Diskurs um die Zukunft und den Schutz Bergwelt wesentlich mit.

Ortstermin von Ministerpräsident Seehofer am Riedberger Horn

Am 10.06.2016 traf sich Ministerpräsident Seehofer mit Kommunalpolitikern und dem Liftbetreiber am Riedberger Horn. Als Mitglied der CIPRA fordert der Verein zum Schutz der Bergwelt, dass nicht nur die Befürworter der Skischaukel, sondern auch die Umweltverbände gehört werden. Hier das Schreiben von CIPRA an Ministerpräsident Seehofer.

Mitgliederversammlung 2016 und Exkursion

Unsere Mitgliederversammlung findet am Samstag, den 16. Juli 2016 ab 10:00 Uhr in München auf der Praterinsel im Haus des Alpinismus statt (Einladungsflyer).
Die diesjährige Exkursion des Vereins planen wir eine Woche vorher am 9. Juli 2016 (Einladungsflyer). Ziel sind die Schneeheide- und Spirkenwälder des oberen Isartals unter Führung des Biologen Alfred Ringler. Wir bitten die Termine vorzumerken. Die offiziellen Einladungsunterlagen zu beiden Veranstaltungen erhalten alle Mitglieder des Vereins in den nächsten Wochen postalisch.

Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden für die Sommersaison 2016 eröffnet

Der Alpenpflanzengarten im Zahmen Kaiser oberhalb von Kufstein ist seit 21. April wieder für Besucher geöffnet. Speisen und Getränke bekommen Sie nebenan in der Vorderkaiserfeldenhütte.

Entscheidung zum Riedberger Horn vertagt

Bei der Kabinettssitzung am 5.4.2016 wurde die Entscheidung zum Riedberger Horn erneut vertagt. Ministerpäsident Seehofer hat angekündigt, den Konflikt persönlich zu überprüfen:
http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/riedberger-horn-liftanlagen-landtag-100.html

Riedberger Horn in "Bergauf-Bergab"

Die aktuelle Situation der geplanten Zusammenführung der Skigebiete von Grasgehren und Balderschwang am Riedberger Horn wurde in der Sendung „Bergauf-Bergab“ im Bayerischen Fernsehen am 21.02.2016 thematisiert. Hier finden Sie die Ankündigung der Sendung sowie Informationen zur aktuellen Diskussion:
http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/rucksackradio/natur-umwelt/rucksackradio-streit-riedberger-horn100.html
Die Sendung können Sie in der Mediathek des Bayerischen Rundfunk ansehen. Der Film enthält ein ausführliches Zitat unseres Ersten Vorsitzenden Christoph Himmighoffen zur Bedeutung des Riedberger Horns für den bayerischen Alpenplan:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/bergauf-bergab/bergauf-bergab110.html

Der Verein zum Schutz der Bergwelt hat mit seiner Stellungnahme zum Riedberger Horn die ablehnende Haltung der Verbände wesentlich mitgeprägt und lehnt einen Zusammenschluss der Skigebiete Grasgehren und Balderschwang über das Riedberger Horn hinweg ab.

VzSB beim Neujahrsempfang der Umweltministerin am 25.1.2016

Beim Neujahrsempfang ihres Hauses bekräftigte die Bayerische Staatministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf dem VzSB-Vorstand im persönlichen Gespräch, dass sie sich weiterhin strikt gegen die Skischaukel am Riedberger Horn einsetzen wird.

Einen Kommentar aus der Süddeutschen Zeitung vom 27.1.2016 zur Rede der Umweltministerin, zum Riedberger Horn und zum Flächenverbrauch durch neue Gewerbegebiete finden Sie hier.

Der Lift- und Pistenplanung am Riedberger Horn/Allgäu kann aus Sicht des Vereins aus Naturschutzgründen nicht zugestimmt werden,

- weil es sich bei dem geplanten Eingriff um einen erstmaligen skitouristischen Eingriff in die seit 44 Jahren bestehende Ruhezone C des Bayerischen Alpenplans handelt,

- weil es durch den Eingriff für die dort vorkommende, überregional bedeutsame Birkwildpopulation, einer vom Aussterben bedrohten und streng geschützten Vogelart, keinen Ausgleich gibt,

- weil durch den Eingriff der Landtags-Bergwaldbeschluss von 1984 missachtet wird, der Rodungen im Bergwald zur skitouristischen Erschließung untersagt,

- weil bei dem Eingriff aufgrund der geologisch labilen Verhältnisse am Riedberger Horn die zwingende Beachtung des völkerrechtlich verbindlichen Bodenschutzprotokolls der Alpenkonvention mit Art. 14 (1), keine Genehmigungen für den Bau und die Planierung von Skipisten in labilen Gebieten zu erteilen, nicht befolgt wird.

 

Demonstration gegen Erschließung des Riedberger Horn

Die geplanten Erschließungen am Riedberger Horn befinden sich in der Schutzzone C des bayerischen Alpenplans, was eine Neuerschließung ausschließt. Derzeit läuft wie Sie wissen auf
Antrag der Gemeinden ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren vom LEP. Wird dem stattgegeben sind Tür und Tor geöffnet für die Erschließung am Riedberger Horn sowie auch in anderen Gebieten im Alpenraum.

Zum  CSU-Neujahrsempfang im Kornhaus in Kempten am 14.1.16 kommt Ministerpräsident Horst Seehofer. Gemeinsam mit Cipra, DAV, BN, Mountain Wilderness, Naturfreunde und LBV wollen deshalb vor dem Beginn des CSU-Neujahrempfanges am 14.01.2016 auf dem Großen Kornhausplatz in Kempten für den Erhalt des Alpenplans demonstrieren.

Ablauf: Treffpunkt am 14.01.16 um 17:30 Uhr in Kempten, Großer Kornhausplatz

Ende der Demonstration ca. 19:00 Uhr

Weitere Informationen unter www.rettet-das-birkhuhn.de

 

Jahrbuch 2015 23.12.2015

Kurz vor Weihnachten ist das VzSB-Jahrbuch 2015 (der 80. Jahrgang unserer Jahrbuchreihe) erschienen, wiederum mit einer breiten Palette an spannenden Themen rund um den Naturschutz in den Alpen und darüber hinaus:
mit dem Schwerpunktthema Schneeheide-Kiefernwäldern der Nordalpen, einem Grundsatz-Diskurs zu Natur- und Alpenschutz, mit Beiträgen zu Edelweiß und Deutscher Tamariske, zur Renaturierung ausgebauter Alpenflüsse, zu den Naturwaldreservaten der Bayerischen Alpen, zum ehrenamtlichen Engagement von Jugendlichen, zur "Breitband-Heimat Bayern" und erneut zum Steigerwald.

Als Erstinformation finden Sie hier das Inhaltsverzeichnis, das Vorwort sowie aus aktuellem Anlass den Artikel von Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, dem Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege a.D. zu Landesentwicklungspollitik, Heimatbegriff und Flächenfraß: „Die Breitband – Heimat Bayern  -  Anmerkungen zur Regierungserklärung des Bayerischen Staatsministers der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder vom 27. November 2014“

Der Vorstand des Verein zum Schutz der Bergwelt

 

Studie "Der gekaufte Winter" über künstliche Beschneiung

Das Geschäft mit dem Schnee

Schneekanonen als Symbol der Unbelehrbarkeit im Klimawandel: Die neue Broschüre "Der gekaufte Winter" der Gesellschaft für ökologische Forschung und des Bund Naturschutz in Bayern führt die Folgen künstlicher Beschneiung vor Augen. Hier zum download

 

Hauptversammlung des DAV in Hamburg

Der Deutsche Alpenverein hat vom 13.-14.11.2015 seine jährliche Hauptversammlung in Hamburg abgehalten. Dabei wurden drei der sechs Vizepräsidenten neu gewählt, darunter unser Geschäftsführender Vorsitzender Rudi Erlacher. Einen Bericht zur Hauptversammlung finden Sie hier auf der Homepage des Deutschen Alpenvereins.

Diese Wahl von Rudi Erlacher bestätigt die konstruktive und vom gegenseitigen Respekt getragene Verbindung zwischen DAV und VzSB.

Bereits im Vorfeld wurde Rudi Erlacher auch zum Vorsitzenden des neu gebildeten Präsidialausschuss Natur und Umwelt des DAV gewählt.

 

Mitgliederversammlung des Vereins – Neuer Vorstand gewählt

Am 17.10.2015 fand die Mitgliederversammlung des Vereins im Haus des Alpinismus auf der Praterinsel in München satt. Der bisherige Vorstand wurde von den Mitgliedern im Amt bestätigt sowie Frau Dr. Sabine Rösler als zweite Vorsitzende neu in den Vorstand gewählt. Die neue Zusammensetzung des Vorstandes:


1. Vorsitzender: Christoph Himmighoffen
2. Vorsitzende: Dr. Sabine Rösler
Geschäftsführender Vorsitzender: Rudi Erlacher
Schriftführer und Schriftleiter: Dr. Klaus Lintzmeyer
Schatzmeister: Dr. Wolf Guglhör

Als Rechnungsprüfer des Vereins wurden Andreas Mohr und Dr. Klaus Pukall wiedergewählt. Das Protokoll der Sitzung erhalten die Mitglieder des Vereins mit der Aussendung des Jahrbuches 2015.

 

Den schönsten Skitourenberg Deutschlands retten

Hände weg vom Alpenplan!

Rettet das Riedberger Horn

Am 6.10.2015 protestierte der VzSB zusammen mit anderen Naturschutzverbänden vor der Bayerischen Staatskanzlei gegen den Zusammenschluss der Skigebiete Balderschwang und Grasgehren über das Riedberger Horn hinweg.                   

 

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere Mitgliederversammlung findet am 17. Oktober 2015 um 10:00 Uhr im Haus des Alpinismus (Festsaal) auf der Praterinsel 5 in München statt.

Wir haben Sie am 2.9.2015 dazu eingeladen.

In Ergänzung zur Einladung hier die Tagesordnung, die um die Wahl der Rechnungsprüfer erweitert ist:

  1. Begrüßung und Regularien
  2. Tätigkeitsbericht und Aussprache
  3. Kassenbericht für 2014
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Kostenvoranschlag für das Jahr 2015
  6. Neuwahlen der Vorstandsmitglieder
  7. Neuwahlen der Rechnungsprüfer
  8. Anträge und Wünsche der Mitglieder
  9. Sonstiges

 

Einladung zum Vortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung

Klimaneutrale Energie oder unverfügter Raum?

Das Dilemma der Energiewende

Vortrag von Dipl. Physiker Rudi Erlacher mit Diskussion nach der Mitgliederversammlung am Samstag, 17. Oktober 2015 um 12:30 Uhr im Haus des Alpinismus (Festsaal) Praterinsel 5:

Rudi Erlacher informiert uns mit seinem Vortrag über Aspekte der Energiewende, die auch für die Diskussion der vom 30.11.-11.12.2015 in Paris stattfindenden UN-Klimakonferenz von Interesse sind: Die Hochrechnungen des Weltklimarats der Vereinten Nationen IPCC drängen wegen des CO2-Eintrags in die Atmosphäre und des daraus folgenden Klimawandels insbesondere die Industrieländer so schnell wie möglich, auf wirklich klimaneutrale Energiesysteme umzustellen.

Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Jahr 2014 „Treibhausgasneutrales Deutschland für 2050“ zeigt, was dies für Deutschland bedeutet: Ein „Treibhausgasneutrales Energiesystem“ bedarf einer Primärenergiemenge, die die bisher vorgestellten Dimensionen weit übertreffen. Der Grund sind die hohen Umwandlungs- und Speicherverluste eines Energiesystems auf Basis von volatiler Wind- und Sonnenenergie. Effizienz- und Spargewinne kommen wegen dieser Verluste nicht im vollen Umfang zum Tragen.

Bilanziert man nüchtern die Fakten, dann stehen sich die Notwendigkeiten und Pflichten aus dem Klimaschutz und den Potenzialen in Deutschland konträr gegenüber. Es wird keine „geretteten Landschaften“ mehr geben. Was bedeutet das für den Naturschutz? Gibt es Alternativen zu einer totalen Industrialisierung des Landes und auch des Alpenraums mit Anlagen zur Gewinnung „Erneuerbarer“ Energien?

Wir freuen wir uns auf Ihr Kommen.

Gäste sind ebenfalls herzlich willkommen.

 

Den schönsten Skitourenberg Deutschlands retten

Hände weg vom Alpenplan!

Rettet das Riedberger Horn

Protestaktion der CIPRA Deutschland und der Naturschutzverbände

Die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein planen einen Zusammenschluss ihrer Skigebiete mit einer neuen Seilbahn und einer neuen Piste am Riedberger Horn. Dies wäre die erste Erschließungsmaßnahme in der Ruhezone C des bayerischen Alpenplans. Obwohl das Umweltministerium das Vorhaben zweimal abgelehnt hat, droht Umweltministerin Ulrike Scharf auf Druck von Heimatminister Söder im Kabinett überstimmt zu werden. Die Naturschutzverbände befürchten nicht nur die Zerstörung eines wunderschönen Skitouren- und Wanderberg mit einem außergewöhnlichen Birkhuhnvorkommen, sondern auch einen Präzedenzfall für den ganzen Bayerischen Alpenraum.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt hat die ablehnende Haltung der Verbände wesentlich mitgeprägt, wir schließen uns deshalb der Aktion an, um den öffentlichen Druck auf das Kabinett zu erhöhen.

Unsere Mitglieder laden wir dazu herzlich ein. Kommen Sie als Bergsteiger, Wanderer, Skitourengeher, Schlittenfahrer…verkleidet

am Dienstag, den 6.10.2015 um 11.30 vor die Staatskanzlei in München.

Alle weiteren Infos in der Einladung zur Protestaktion

Bitte leiten Sie diese Info auch an Interessierte in Ihrem Umfeld weiter, damit wir ein starkes Zeichen für den Erhalt der Bergwelt und des Alpenplanes setzen können.

Der VzSB hat sich als anerkannter Naturschutzverband in einer

Stellungnahme zum Riedberger Horn

ausführlich zum Projekt geäußert und lehnt einen Zusammenschluss der Skigebiete Grasgehren und Balderschwang über das Riedberger Horn hinweg ab.

Exkursion des Vereins in den Nationalpark Bayerischer Wald

Am 19. September 2015 fand die jährliche Exkursion des Vereins statt. Ziel der ganztägigen Unternehmung war in diesem Jahr der Nationalpark Bayerischer Wald unter fachkundiger Führung des Leiters der Nationalparkverwaltung Dr. Franz Leibl. Die Exkursion führte u.a. auf den Gipfel des 1373 Meter hohen Lusen. An meheren Standpunkten gab Dr. Leibl fachkundigen Einblick in die Eigenheiten des Nationalparks. Zum Ende der Exkursion fand unter den Teilnehmern eine rege Diskussion zum Themenkomplex Waldnaturschutz statt. Der Vorstand dankt Dr. Leibl für die fachkundige Leitung der Exkursion.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt trauert um sein Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzenden Dr. Ernst Jobst

Am 4.12.2014 ist unser Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender Ministerialrat a.D. Dr. Ernst Jobst im Alter von 93 Jahren gestorben. Dr. Ernst Jobst gehörte von 1972-1987 als 1. Vorsitzender und von 1987-1990 als 2. Vorsitzender dem Vorstand des Vereins an. In der Aufbruchszeit des Umwelt- und Naturschutzes in den 1970er und 1980er Jahren hat der ehemalige Verein zum Schutze der Alpenpflanzen u. -tiere unter seinem Vorsitz nicht nur einen neuen Namen erhalten, sondern wurde auch zu einem modernen Naturschutzverband gemacht. Für seine herausragenden Verdienste um den Verein wurde Dr. Ernst Jobst 1991 zum Ehrenmitglied und 1996 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Ein Nachruf wird im Jahrbuch 2015 erscheinen.

  

Der Pumpspeicher am Jochberg/Obb. wird nicht gebaut!

Am Samstag, den 6.9.2014, stand es im Münchner Merkur: ''Die Staatsregierung verabschiedet sich von den Plänen für Pumpspeicher am Walchensee.'' Das ist der Erfolg des Aktionsbündnisses ''Nochberg - der Jochberg bleibt'', des Vereins ''Kein PumpSpeicherWahnsinn (Kein PSW)'' und einer Online-Petition mit über 5000 Stimmen.

Erstaunlich ist die Begründung vom Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: ''Es wird sich kein Investor finden.'' Der eigentliche Betreiber des Projektes, die Energieallianz Bayern EAB, hatte sich bisher nicht entsprechend geäußert. Der Einspruch gegen Ministerin Aigner kam auch gleich aus dem Bayerischen Wald: ''Die Firma Vispiron, möglicher Investor eines Pumpspeicherkraftwerks am Osser im oberpfälzischen Lam, kritisiert Aigners Worte scharf'', heißt es in der SZ vom 9.9.2014.

Der Osser ist wie der Jochberg ein beliebter Wanderberg. Wegen seiner zwei spitzen Gipfel gilt er als einzigartig im Bayerischen Wald. Der Staatsregierung dürfte einfach der Widerstand zu groß geworden sein: Landschaft ist nicht erneuerbar!

Und prompt ist Ministerin Aigner nach Österreich ausgebüxt und hat dort mit dem österreichischen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ein Abkommen über Pumpspeicherleistung im Kraftwerk Kaprun abgeschlossen.

Die Lehre vom Jochberg lautet, die auch für Österreich gilt: Die ''erneuerbaren'' Energien sind zwar auf absehbare Zeit die einzige Alternative zu den atomaren und fossilen Energien, sie sind aber nur energetisch "erneuerbar", nicht aber für Natur und Landschaft. Diese Erkenntnis hat den anstrengenden Weg über den Jochberg genommen und ist jetzt im Oberland vielleicht ein Stück Allgemeingut.

Diese Erkenntnis ist für die Energiewende so wichtig wie der unmittelbare Erfolg am Jochberg. Nur so kann es ein Umdenken im Lebensstil und eine Umkehr in der wachstumsfixierten Ökonomie geben. Die Rede von der Suffizienz, ein Leben also mit bewusster Selbstbegrenzung auf möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch, ist nur glaubwürdig vor der Folie eines tatsächlichen Verlustes. Der Jochberg wäre so ein Verlust gewesen. Jetzt ist der Verlust in Österreich. Wir sind erst am Anfang eines langen und schwierigen Lernprozesses.

Leider hinken die GRÜNEN im Bayerischen Landtag diesem Lernprozess hinterher. Anstatt jetzt der Bayerische Staatsregierung beim Versprechen, sie werde sich um alternative Speichertechnologien kümmern, Dampf zu machen, bleibt es beim hartleibigen ''Bayern wird Pumpspeicher brauchen'' (SZ vom 8.9.2014).

Der Verein zum Schutz der Bergwelt hat sich am Aktionsbündnis ''Nochberg - der Jochberg bleibt'' aktiv beteiligt. In diesem Zusammenhang entstand eine Monographie über den ''Jochberg in der Energiewende'' für unser Jahrbuch 2013:

Rudi Erlacher: Der Jochberg in der Energiewende (13 MB)

Zudem erhielten wir vom Deutschen Alpenverein DAV die Gelegenheit, in dessen Jahrbuch BERG 2014 grundsätzlich über die Energiewende in den Alpen nachzudenken:

Rudi Erlacher: In der Wende alles im Blick? Klimawandel, Energiewende und Naturschutz im Alpenraum (1 MB)

  

''EU Strategie für die Makroregion Alpenraum'' (EUSALP)
Info zum Online-Konsultationsverfahren der EU vom
16. Juli bis zum 15. Oktober 2014

An der Öffentlichkeit vorbei ist ein neues Instrument der Europäischen Union entstanden: die Makroregionale Strategie für den Alpenraum (EUSALP). Nun, nachdem die .Strategie. schon fast fertig formuliert ist, gibt es ein öffentliches EU-Online-Konsultationsverfahren. Vom 16. Juli bis 15. Oktober 2014 sind alle Bürger, aber auch Vereine etc. aufgerufen, ihr Urteil abzugeben.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt veröffentlich auf seiner Homepage aus Anlass dieses Konsultationsverfahrens im August 2014 vorab zwei Artikel zur Problematik der EUSALP aus seinem Jahrbuch 2014, das erst Ende 2014 erscheinen wird. Die Artikel sind in einer Broschüre zusammengefasst, die Online abgerufen werden kann:

Europäische Makroregionale Strategie für den Alpenraum . Welche Strategie?

Wir wollen damit das EU-Konsultationsverfahren mit zwei Artikeln kritisch begleiten. Zum Inhalt:

Prof. Dr. Werner Bätzing, Kulturgeograf und Autor des Standardwerks ''Die Alpen'', betrachtet die EUSALP skeptisch unter dem Blickwinkel des .Alpenraums., der von der EUSALP mit den Metropolen Wien, München und Mailand wesentlich weiter gefasst wird als von der Alpenkonvention: Das daraus resultierende Spannungsverhältnis zwischen inner- und außeralpin thematisiert Prof. Bätzing schon seit vielen Jahren . nun wird es mit der EUSALP virulent.

Rudi Erlacher, Geschäftsführender Vorsitzender des Vereins zum Schutz der Bergwelt, betrachtet in seinem Artikel das Spannungsverhältnis zwischen EUSALP und Alpenkonvention. Und er kommt zu dem Plädoyer: ''Es muss nicht zusammenwachsen, was nicht zusammengehört''. Mit einer dem Wachstum verpflichteten EUSALP wird eine eigenständige Alpenkonvention umso wichtiger, die ihren Schutzcharakter wieder stärker in den Vordergrund stellen muss.

Hier finden Sie zudem ein kurze Einführung: Was ist die EUSALP?

Der Vorstand des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V., August 2014

  

Mitgliederversammlung des Vereins

Rücktritt unseres Ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Michael Suda

Am Samstag, den 26. Juli fand die Mitgliederversammlung des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V. im Haus des Alpinismus, Praterinsel 5 in München statt.

Wir möchten den Mitgliedern mitteilen, dass auf dieser Versammlung unser bisheriger langjähriger Erster Vorsitzender, Prof. Dr. Michael Suda von seinem Amt zurückgetreten ist. Für Prof. Suda, der den Lehrstuhl für Wald- und Umweltpolitik der TU München in Weihenstephan leitet, ergab sich mit der in der Öffentlichkeit heftig ausgetragenen Diskussion um das Projekt eines Nationalparks Steigerwald eine Unvereinbarkeit zwischen den Vorstellungen des Vereins zum Schutz der Bergwelt, der seit Jahren für einen Nationalpark Steigerwald eintritt, und seiner vertretenen Position eines .integrativen Waldnaturschutzkonzeptes. für den gesamten Wald.

Wir bedauern den Rücktritt außerordentlich und hoffen auf neuer Ebene auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit mit Prof. Suda.

Die Neuwahl des Ersten Vorsitzenden fällt mit der Wahl des gesamten Vorstandes auf der kommenden Mitgliederversammlung 2015 zusammen. Bis dahin wird der verbleibende Vorstand die Aufgaben des Ersten Vorsitzenden unter sich aufteilen. Der Zweite Vorsitzende wird nach Sachlage die Aufgabe des Ersten Vorsitzenden übernehmen.

Die Erklärung zum Rücktritt von Prof. Suda finden sie hier.

  

Mitgliederversammlung des Vereins

Am Samstag, den 26. Juli findet ab 10.00 Uhr die Mitgliederversammlung des Vereins im Haus des Alpinismus, Praterinsel 5 in München statt. Die Einladungsunterlagen sind den Mitgliedern bereits zugegangen, Sie können diese hier nochmals abrufen. Zur Versammlung bitten wir um Anmeldung per E-Mail unter info(at)vzsb(dot)de oder telefonisch unter 089-211 224 55.

  

Sudelfeld - Klage der Umweltverbände

Am 13. Mai fand in München eine Pressekonferenz zur Problematik der skitechnischen Erschließung des Sudelfelds satt. Dort wurde bekanntgegeben, dass die Naturschutzverbände Deutscher Alpenverein und Bund Naturschutz in Bayern mit Unterstützung der Gesellschaft für ökologische Forschung, von Mountain Wilderness, den Naturfreunden Deutschlands, der Cipra sowie dem Verein zum Schutz der Bergwelt gerichtlich gegen den Ausbau der künstlichen Beschneiung vorgehen. Die Presserklärung dazu finden Sie hier.

Das Statement unseres 2. Vorsitzenden Christoph Himmighoffen können Sie hier nachlesen.

  

Piz Val Gronda

Helmut Wittmann, Luise Schratt-Ehrendorfer: Naturschutzfachliches Gutachten zu den "Alpinen Pionierformationen des Caricion bicoloris-atrofuscae" in Österreich und im Gebiet des Piz Val Gronda/Tiro

  

Naturschutzvereine sagen Nein zu den Olympischen Winterspielen 2022

Am 5.11.2013 hat der Verein zum Schutz der Bergwelt zusammen mit dem Bund Naturschutz in Bayern, dem Landesverband Bayern der Naturfreunde Deutschlands, der Gesellschaft für ökologische Forschung und Mountain Wilderness Deutschland in Garmisch-Partenkirchen zur Pressekonferenz geladen. Thema waren die Bürgerentscheide zur Bewerbung von München, Garmisch-Partenkirchen, Traunstein (Ruhpolding) und Berchtesgaden am Sonntag, dem 10.11.2013 um die Olympischen Winterspiele 2022.

Die genannten Naturschutzverbände sagen .Nein zum Olympiaspektakel..

Pressemitteilung der Naturschutzvereine

Statement unseres 2. Vorsitzenden Christoph Himmighoffen auf der Pressekonferenz

  

Ausstellung "Alpen unter Druck" im Alpinen Museum des DAV

Das Alpine Museum auf der Praterinsel zeigt vom März 2014 bis Februar 2015 die Ausstellung "Alpen unter Druck. Erschließungsprojekte im Alpenraum". Die Ausstellung wird von Podiumsdiskussionen und Lesungen begleitet, die schon in diesem Herbst beginnen. Zur Podiumsdiskussion am Mittwoch, 13. November, 19:30 Uhr, "Zwischen Stausee und Windrad - Wie wird die Energiewende den Alpenraum verändern" wird unser Vorstandsmitglied Rudi Erlacher das einführende Referat halten. Hier finden Sie das Faltblatt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen - Sie sind herzlich eingeladen!

  

Lichtbildervortrag Altaigebirge

Dr. Thomas Schauer und Dr. Klaus Lintzmeyer berichten am 21. November ab 19.00 Uhr im Festsaal des Haus des Alpinismus (Praterinsel 5) von einer Reise in das russische Altaigebirge. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die landschaftliche und botanische Vielfalt dieser unberührten Region Westsibiriens. Weitere Informationen finden Sie hier. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail unter info(at)vzsb(dot)de oder telefonisch 089-211 224 55.

  

Mitgliederversammlung des Vereins

Am Samstag, den 12. Oktober findet ab 10.00 Uhr die Mitgliederversammlung des Vereins im Haus des Alpinismus, Praterinsel 5 in München statt. Die Einladungsunterlagen sind den Mitgliedern bereits zugegangen. Zum Tagesordnungspunkt 7 .Satzungsneufassung. können Sie wie angekündigt die gelebte Satzung des Vereins hier einsehen. Zur Versammlung bitten wir um Anmeldung per E-Mail unter info(at)vzsb(dot)de oder telefonisch unter 089-211 224 55.

  

Entscheidung über die Erschließung des Piz Val Gronda/Ischgl ist gefallen. Vorerst!
(OeAV-Meldung vom 8. Mai 2013)

Über 30 Jahre wurde die Erschließung des Areals südlich der Gampenbahn mit dem Piz Val Gronda geplant. Sukzessive wurden Naturräume rund um die Idalpe und Palinkopf skitechnisch erschlossen. Trotz massiver Proteste durch den OeAV, DAV, SAC, die Silvretta Allianz, CIPRA International und andere Naturschutzorganisationen erteilten die Tiroler Landesregierung im September 2012 die naturschutzrechtliche Bewilligung und das BMVIT im März 2013 die seilbahnrechtliche Konzession für die Erschließung des Piz Val Gronda.

Näheres zur OeAV-Meldung vom 8. Mai 2013:

http://www.alpenverein.at/.../020_ischgl.php

Das dort genannte Gutachten zum Piz Val Gronda / Tirol wird im Jahrbuch 2013 des Vereins zum Schutz der Bergwelt (VzSB) erscheinen.
Auch der VzSB zählt sich zu den Protestorganisationen der Piz Val Gronda-Erschließung.

  

Botanische Führung im Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden

Im Jubiläumsjahr "50 Jahre Naturschutzgebiet Kaisergebirge" lädt der Verein zum Schutz der Bergwelt herzlich ein in seinen Alpenpflanzengarten Vorderkaiserfelden im Zahmen Kaiser. Bei den Gartenführungen am 1. Juni, 22. Juni, 27. Juli und 14. September zeigen uns Botaniker Pflanzenschönheiten aus dem Kaisergebirge und aus anderen Alpenregionen. Der Garten besteht seit 1930, wird seither nahezu ohne Unterbrechung gepflegt und beeindruckt nach der letztjährigen Sanierung wieder durch seine Blütenpracht.

Beginn und Treffpunkt jeweils um 14.00 Uhr direkt am Alpenpflanzengarten auf Vorderkaiserfelden (Zustieg von Kufstein Sparchen etwa 2  ½ Stunden). Um Anmeldung wird gebeten, per E-Mail info(at)vzsb(dot)de , telefonisch 089-211 224 55 oder Fax 089-14003-81827.

Themen: 1. Juni (Thema offen), 22. Juni (Thema: "Sommerliche Blütenpracht und Heilkräuter im Alpenpflanzengarten - anschauliche Erläuterungen zur botanischen Vielfalt des Kaisergebirges und anderer Alpenregionen (Führung zum 83-jährigen Bestehen des Alpenpflanzengartens Vorderkaiserfelden).", 27. Juli (Thema: .Bergsommer im Alpenpflanzengarten - Hochsaison für die Pflanzen der subalpinen und alpinen Stufe - anschauliche Erläuterungen zu den pflanzlichen Gipfelstürmern des Kaisergebirges.), 14. September (Thema: "Herbststimmung im Alpenpflanzengarten - anschauliche Erläuterungen zu Herbstenzianen, Alpenmannstreu, Heilkräutern & weniger spektakulären Alpenpflanzen")

  

Pumpspeicher am Jochberg - Vortrags- und Diskussionsabend

Die geplante Errichtung eines Speichersees am Jochberg wird aktuell viel diskutiert, nicht zuletzt auch durch die verschiedenen Medienvertreter. Gemeinsam mit der CIPRA Deutschland, dem Deutschen Alpenverein und Mountain Wilderness möchten wir Sie am Dienstag, den 16. April 2013 ab 20.00 Uhr herzlich zu einem Vortrags- und Diskussionsabend auf die Praterinsel in München einladen. Der Abend soll der internen Meinungsbildung der Verbände dienen. Die Einladung finden Sie hier.

Download des um einige Aspekt noch ergänzten Vortrags:

Rudi Erlacher: Pumpspeicher am Jochberg! Die Erneuerbaren Energien und die Neudefinition der Räume

  

Große Beteiligung beim Wasserkraftforum der bayerischen Naturschutzverbände

Etwa 180 Personen aus 50 Organisationen nahmen am 22. Oktober am Wasserkraftforum teil, das von verschiedenen bayerischen Naturschutzverbänden mit dem Verein zum Schutz der Bergwelt getragen wurde. Neben einer Vielzahl von Vorträgen kam es in einer Podiumsdiskussion zum kritischen Austausch zwischen Vertretern der Naturschutzverbände auf der einen und Behörden - u.a. der Betreiber der Wasserkraftwerke - auf der anderen Seite. Einen kurzen Bericht zum Verlauf des Forums lesen Sie hier.

  

Exkursion in die Murnauer Mulde (Staffelseebecken) am Samstag, 22.09.2012

Stand 11.09.2012

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) lädt herzlich ein zur Exkursion an den Südrand der Murnauer Mulde in das Staffelseebecken. Die Exkursion wird in Zusammenarbeit mit Dr. Alfred Wagner (ortsansässiger Landschaftsökologe) durchgeführt.

Die Wanderung führt uns vom Südrand der Murnauer Mulde (Faltenmolasse) in das Staffelseebecken. Die Exkursion bewegt sich in einer der größten zusammenhängenden Streuwiesenlandschaften Deutschlands. Entlang des Weges liegen unterschiedliche Vegetationsbestände: artenreiche Nasswiesen im Kontakt zu Fließgewässern wechseln mit Magerrasen, Kleinseggenrieden und Pfeifengras-Streuwiesen.

Wir laden dazu ganz herzlich unsere Mitglieder ein. Auch Gäste, Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen. Weitere Informationen sowie Details zur Anreise finden Sie in folgendem Anmeldeformular.

Ihr
Prof. Dr. Michael Suda
1. Vorsitzender

  

Der Alpenraum. Die grüne Batterie Europas?

Was bedeutet die Energiewende für den Alpenraum? . Der österreichische Wirtschafts- und Energieminister REINHOLD MITTERLEHNER verkündet am 24.3.2011: .Wir brauchen starke und intelligente Stromnetze, um das europäische Energiesystem zukunftsfit zu machen. Als Energiedrehscheibe im Herzen Europas ist Österreich für diese Entwicklungen schon jetzt gut aufgestellt. Dank unserer Pumpspeicherkraftwerke können wir zur  »Grünen Batterie Europas « werden, weil durch den Ausbau Erneuerbarer Energien mehr flexible Stromspeicher benötigt werden. «

Auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz zur .Energiewende in Deutschland . Grün geht voran. am 25.6.2011 haben die GRÜNEN beschlossen: .Wir stellen uns der großen Herausforderung, die Energieinfrastruktur in den kommenden Jahren auf die vollständige Umstellung auf Ökostrom auszurichten. . Wir wollen durch die Erschließung neuer Speicher die Voraussetzung für eine vollständige und sichere Versorgung aus erneuerbaren Energien schaffen. . Wir wollen durch neue Kabel zu den Wasserspeichern Skandinaviens und in den Alpen kurzfristige Speicherkapazitäten erschließen..

Im September 2011 wird bekannt, dass der Unternehmer MAX AICHER bei Bad Reichenhall ein Pumpspeicherkraftwerk zwischen der Saalach und einem künstlichen See im Lattengebirge projektiert. Die Gemeinde Bad Reichenhall plant das Pendant dazu auf der anderen Talseite.

Der OESTERREICHISCHE ALPENVEREIN hält in einer Presseerklärung vom 13.10.2011 dagegen: Er .wird sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen eine verfehlte und planlose Energiepolitik zur Wehr setzen. Wir werden es nicht zulassen, dass die wenigen verbliebenen unberührten Natur- und Landschaftsräume einem steigenden Energieverbrauch geopfert werden..

Die Entwicklung nimmt ein Jahr nach der Energiewende Fahrt auf. Auch die CIPRA stellt in ihrem alpMedia Newsletter vom 31.5.2012 die kritische Frage .Die Alpen, die Batterien Europas?.

Vorausgegangen war eine .Erklärung von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu gemeinsamen Initiativen für den Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken., unterzeichnet von den Wirtschaftsministern der Schweiz, Österreichs und Deutschlands.

Der VEREIN ZUM SCHUTZ DER BERGWELT hat die Speicherproblematik bereits im Jahrbuch 2005 in dem Beitrag .Offshore und Ötztal. umfänglich dargestellt, und darauf hingewiesen, dass sich der Naturschutz mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien auf Basis von Wind und Sonne der Ambivalenz der .Synergie von Wind- und Wasserkraft. stellen müsse. Auf der Mitgliederversammlung 2011 haben wir diese Thematik mit einem Vortrag von RUDI ERLACHER erneut aufgegriffen und uns die Frage gestellt, ob der Alpenraum tatsächlich das Zeug dazu hat, zur .Grünen Batterie. Europas zu werden . und was das für die Natur und die Landschaften im Alpenraum bedeuten würde.

Im Folgenden werden wir uns immer wieder zur Problematik und Ambivalenz der Energiewende im Alpenraum äußern.

Im Zuge der Energiewende nehmen Wasserkraftwerke immer mehr an Bedeutung zu. Ihr Ausbau in großen Flüssen wie auch kleinen Bächen ist insbesondere als Teil der Strategie der Dezentralisierung der Energieversorgung politisch gewollt. Der Verein zum Schutz der Bergwelt äußert sich hierzu kritisch.

Gemeinsam mit vier weiteren bayerischen Naturschutzverbänden hat der Verein zum Schutz der Bergwelt ein Faltblatt herausgegeben, der die andere Seite der sog. .ökologischen Wasserkraft. zeigt. Das Faltblatt informiert über die tatsächlichen Folgen von Wasserkraftwerken, die in großen Flüssen wie auch in kleinen Bächen erhebliche Auswirkungen für die Natur haben. Das Faltblatt zeigt nicht nur die Konsequenzen für die heimischen Fische, die in großen Mengen auf ihrer Laichwanderung zerheckselt werden. Die wie Bollwerke in die Natur errichteten Kraftwerke bringen auch die Gewässer aus ihrem natürlichen Gleichgewicht. Durch die Erosion von Flusssohlen sowie die Verödung von Bächen können die Ströme und Bäche ihre natürlichen Funktionen nicht mehr ausüben, was unwiederbringliche Folgewirkungen auf Flora und Fauna nach sich zieht.

Die Wahrheit über die Wasserkraft. Degenerativ statt regenerativ! (Download Faltblatt)

  

Der Verein zum Schutz der Bergwelt äußert sich zum Ausbau der Wasserkraft insbesondere im Bayerischen Alpenraum.

In einen Brief an den bayerischen Staatsminister für Umwelt Dr. Marcel Huber mahnt der Verein in klaren Worten zur Zurückhaltung bei der Energiegewinnung durch die endlichen alpinen Ressourcen. Die Alpen, die durch den Klimawandel ohnehin schon hart getroffen sind, dürfen jetzt nicht auch noch als Energielieferant herhalten müssen.

Brief sowie eine ausführliche Stellungnahme, die der Verein zur Beratung des Bayerischen Kabinetts zum Ausbau der Wasserkraft verfasst hat.

  

Bayer. Strategie zur Wasserkraft

Vorstandsmitglied Rudi Erlacher hat in der alpinwelt Nr. 1/2012, herausgegeben von den DAV-Sektion München und Oberland, im Artikel "Im Auge der Energiewende - Die ALPEN" auf die Herausforderung hingewiesen, die die Energiewende für den Naturschutz gerade im Alpenraum bedeutet:

"Früher waren die Fronten klar. Das ist vorbei. Noch nie in seiner Geschichte ist der Naturschutz vor einer so schwierig zu beurteilenden Situation gestanden wie jetzt. Das auf Wachstum programmierte System erhebt mit dem Versprechen .erneuerbarer Energien. seinen gar nicht so erneuerbaren Anspruch auf einzigartige Naturen und Landschaften: Zur Rettung unseres Klimas, dessen Gefährdung es selbst herbeigeführt hat! Wer setzt die Grenzen? Welche Grenzen?"

Den vollständigen Artikel können Sie hier einsehen.

  

Pressemitteilung des Vereins zum Schutz der Bergwelt zur PK am 19.3.2012

Berglandschaft am Sudelfeld erhalten.
Die Grenzen der Natur akzeptieren. Dazu gehört auch die Erfahrung, dass Schnee vom Himmel fällt oder eben auch nicht.
Der VzSB kritisiert mit anderen Naturschutzverbänden die Ausbaupläne am Sudelfeld
München, 19.3.2012

Die vollständige Pressemitteilungen können Sie hier lesen.

  

Exkursion an die Untere Salzach (Freilassinger und Tittmoninger Becken) am Samstag, den 26. November 2011

Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Naturschutzbund, der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach sowie der Bürgerinitiative .Für Lebensqualität im Rupertiwinkel. lädt herzlich ein zur Exkursion an die Salzach.

Der VzSB ist seit Jahrzehnten Mitglied der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach. Er hat sich daneben und bisher erfolgreich auch für den Erhalt des Tagliamento und des Tiroler Lechs eingesetzt.

Die Untere Salzach ist der letzte frei fließende und ungestaute Alpenfluss Bayerns und Österreichs. Als Grenzfluss wurde er begradigt und hat sich gefährlich bis zum Sohldurchschlag eingetieft. Eine erfolgreiche Sanierung ist daraufhin angelaufen.

Planungen im Rahmen der Energiewende zur Nutzung der Wasserkraft setzen die Renaturierung, die Sicherung des Natura 2000-Gebietes, die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und Vorgaben der Alpenkonvention aufs Spiel. Dazu kämen Brückenbauten und Verkehrszunahme.

Die aktuelle Situation der Salzach vor allem vor dem Hintergrund der Energiewende wird im Rahmen der Exkursion durch Wissenschaftler und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen dargestellt.

Wir laden dazu ganz herzlich unsere Mitglieder ein. Auch Gäste, Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen.

Ihr
Prof. Dr. Michael Suda
1. Vorsitzender

  

Die neue EU-Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 . 2020 soll nach EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos die Belange des Natur- und Umweltschutzes verstärkt integrieren. Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) begrüßt dieses -Greening- der EU-Agrarpolitik als einen Schritt in die richtige Richtung.

Im Interesse einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Berglandwirtschaft sowie der Sicherung des wichtigsten Reservoirs an Biodiversität in Europa, fordern wir eine Ausrichtung der GAP auch an der ökologischen Verantwortung für den Alpenraum.

Der VzSB hat seine alpenweiten Vorschläge zur Neuausrichtung der EU-Berglandwirtschaftspolitik für die nächste Periode an die EU-Kommission für eine umwelt- und naturverträgliche Förderung gestellt, die auch die Berglandwirtschaft nachhaltig sichern soll.

Pressemitteilung

Vorschläge des VzSB an die EU-Kommission zur Neugestaltung der EU-Berglandwirtschaftspolitik der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 . 2020

Vorschläge des VzSB an die EU-Kommission (english version)

  

Pressegespräch der Naturschutzverbände Verein zum Schutz der Bergwelt, Bund-Naturschutz und Mountain Wilderness und der Gesellschaft für ökologische Forschung zum Umweltkonzept der Bewerbungsgesellschaft für die Olympia-Bewerbung München 2018 am 13.12.2010

Pressemitteilung des VzSB 13.12.2010

Das Umweltkonzept der Bewerbungsgesellschaft für die Olympia-Bewerbung 2018 vom 20.09.2010 soll, so wird behauptet, dafür sorgen, dass sich unterm Strich und auf lange Sicht München 2018 für die nachhaltige Entwicklung der bayerischen Alpen positiv auswirken wird. Die 2. Auflage des Konzeptes war am 20.9.2010 zwar vorgestellt . aber nicht veröffentlicht worden. Es steht nicht im Internet, so dass es der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Allein deshalb war es notwendig, das Konzept auf den Prüfstand zu stellen und das Ergebnis publik zu machen. Der zweite Vorsitzende des VzSB, Christoph Himmighoffen, kam zu dem Resümee, dem Umweltkonzept fehlt das olympische Feuer, es lässt jede Idee vermissen, die auch Naturschützer begeistern könnte.  »Vieles, was uns da als Kompensation oder gar Mehrwert verkauft wird, gibt bestenfalls die Gesetzeslage oder sonstige staatliche Verpflichtungen wieder. Im Naturschutzteil tanzt das Umweltkonzept den Niveaulimbo. Hauptaufgabe ist wohl, die Kommunalpolitik und die Landwirtschaft bei der Bewerberstange zu halten «, ganz nach dem Motto, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass (Statement von Christoph Himmighoffen).

Siehe auch

- Die Erklärung des VzSB zum Rückzug aus der Umweltkommission Erklärung des VzSB

- Die Pressemitteilung des VzSB zum Pressegespräch zu München 2018 am 9.11.2009 Pressemitteilung des VzSB vom 9.11.2009.

- Die Statements von Prof. Suda und Christoph Himmighoffen vom 9.11.2009 auf der Pressekonferenz am 9.11.2009

Juni 2010
Der Verein zum Schutz der Bergwelt präsentiert die Monographie

Almen und Alpen
Höhenkulturlandschaft der Alpen
Ökologie, Nutzung, Perspektiven
von Alfred Ringler

  

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(versandkostenfrei)
oder im Buchhandel.
ISBN-10: 3000290575
ISBN-13: 978-3000290572


Am 11.6.2010 präsentierte der VzSB das .Almbuch. mit einem Vortrag des Autors der Presse, Naturschützern und Bergsteigern im Festsaal des Alpinen Museums auf der Praterinsel:

VzSB Präsentation des Almbuches auf der Praterinsel

  

Das Almbuch in der Presse:

Auf der Alm, da gibt's noch Leben.
Der Biologe Alfred Ringler hat ein Buch über die Alpen geschrieben und kämpft für die Zukunft der Bergbauern.
Süddeutsche Zeitung vom 12.6.2010

Das große Almensterben ist vorbei.
Münchner Merkur vom 23.6.2010

  

Exkursion am 19.6.2010 zum Nationalpark Berchtesgaden

Der Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden und den DAV-Sektionen München und Oberland zu einer Exkursion in den Nationalpark Berchtesgaden eingeladen.

Aktueller Anlass für die Exkursion 2010 in den Nationalpark Berchtesgaden waren zwei Naturschutzjubiläen im Jahr 2010:

- Der Verein zum Schutz der Bergwelt wurde 110 Jahre alt. Er ist der älteste Naturschutzverein Bayerns und des Alpenraums.

- Das 100-jährige Jubiläum des .Pflanzenschonbezirkes Berchtesgadener Alpen., dessen Festsetzung am 15.4.1910 auf die Initiative des Vereins zum Schutz der Bergwelt, des damaligen Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen, zurückgeht. Dieser Pflanzenschonbezirk war die Keimzelle des 1921 festgesetzten .Naturschutzgebietes Königssee., des 1978 festgesetzten .Nationalparks Berchtesgaden., des seit 1990 bestehenden .UNESCO-Biosphärenreservates Berchtesgaden. sowie des 2004 festgesetzten Natura 2000-Gebietes .Nationalpark Berchtesgaden..

Die Referenten der Exkursion waren hochkarätig: Prof. Dr. Hartmut Grassl, Klimaforscher am Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hubert Zierl, ehemaliger Direktor des Nationalparks Berchtesgaden, Dr. Michael Vogel, amtierender Nationalparkdirektor, Andreas Wolf, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher und Suitbert Kastner von der Bergwacht Berchtesgaden.

Bericht von der Exkursion

  

Pressegespräch des VzSB zusammen mit dem BN, LBV, LFV und dem Bayer. Kanuverband am 19.11.2009: Der Masterplan der Energiewirtschaft zum Ausbau der Wasserkraft in Bayern ist nicht nachhaltig!

Die unverbauten Gewässer mit ihren Auen stellen die wichtigsten Vernetzungsstrukturen des geschützten Biotopverbundes und des europäischen Schutzgebietsystems Natura 2000 dar.
E.ON, BEW und RMD haben vor kurzem einen .Masterplan . Ausbaupotentiale Wasserkraft in Bayern. vorgestellt, mit dem sie den weiteren Ausbau der letzten noch frei fließenden Gewässerabschnitte Bayerns planen. Als Begründung wird der Klimaschutz angegeben. Die Menge an regenerativer Energie, die auf diese Weise gewonnen wird, steht aber in keinem Verhältnis zu den ökologischen Schäden, die damit verursacht werden.

Die Position des VzSB:

Nicht überall, wo Klimaschutz draufsteht, ist Naturschutz drin!

  

Pressegespräch des VzSB zusammen mit dem Bund Naturschutz in Bayern (BN) am 9.11.2009 zur Bewerbung von München + 2 für die Olympischen Winterspiele 2018

Am 9.11.2009 lud der VzSB in München zusammen mit dem BN zum Pressegespräch über die Frage der Olympiabewerbung und die Rolle der Naturschutzverbände im Bewerbungsverfahren ein: Der Verein hatte seit Anbeginn an der Fachkommission Umwelt der Bewerbungsgesellschaft München 2018 teilgenommen. Wir haben uns im Oktober daraus zurückgezogen. Die Gründe dazu finden Sie in der Erklärung des VzSB.

In der Pressemitteilung des VzSB und im Pressegespräch wurden die Gründe nochmals ausführlich erläutert. "Hier werden Schlachten gegen die Natur geschlagen, und wir dürfen lediglich den Verbandsplatz einrichten. Das ist nicht unsere Aufgabe, für uns gilt: Vermeiden geht vor Reparieren" wird unser 2. Vorsitzender Christoph Himmighoffen in der Süddeutschen Zeitung vom 10.11.2009 zitiert (Statements von Prof. Suda und Christoph Himmighoffen).

  

Einladung zur Mitgliederversammlung 2010

Freitag, 11.6.2010, 14:00 Uhr im Alpinen Museum des DAV in München

Mit Präsentation des Almbuchs um 10:00 Uhr

VzSB Mitgliederversammlung 11.6.2010 und Präsentation Almbuch

  

Almexkursion in die Kocheler Berge / Obb., Fachexkursion am 29.8.2009

  


Alfred Ringler bei der Alm-Exkursion des VzSB.

  

Am Samstag 29.08.09 fand die traditionelle Fachexkursion des Vereins zum Schutz der Bergwelt zum Schwerpunktsthema " Almen" in die Kocheler Berge/Obb. statt. Das Thema wurde im Hinblick auf die umfangreiche und noch 2009 erscheinende VzSB-Publikation "ALMEN UND ALPEN. Höhenkulturlandschaft der Alpen. Ökologie, Nutzung, Perspektiven" gewählt und wurde vom Autor Dipl.-Biol. ALFRED RINGLER selbst geführt. Seitens des VzSB-Vorstandes waren Dr. KLAUS LINTZMEYER und Dr. WOLF GUGLHÖR vertreten.

  

Trotz Regens nahmen über 31 Personen an der ganztägigen Exkursion teil, ein Großteil davon Gäste. Es goss noch in Strömen, als wir vom Bahnhof Kochel zur Passhöhe (850 m) der Kesselbergstraße mit dem RVO-Bus fuhren. Pünktlich beim Anstieg in Richtung Jocher Alm hörte es auf zu regnen. Der Bergwald mit seinem Dreiklang von Buche, Tanne und Fichte konnte anschaulich demonstriert werden. Im Beisein mehrerer Forstfachleute (Prof. Dr. HORST KÜNNE, Dr. STEPHAN GAMPE, Dr. WOLF GUGLHÖR, GÜNTHER GLEIßNER, FRITZ WIMMER) konnten u. a. die Wildfrage und die Zukunft des Waldes hinsichtlich der Klimaerwärmung diskutiert werden. Zugleich konnten wir den bestens durch die DAV-Sektion Tutzing gepflegten Weg genießen.

  


Die Exkursionsgruppe.

  

FRANZ SPEER vom Naturschutzreferat des DAV erläuterte den Exkursionsteilnehmern anhand des neu erschienenen Kartenwerks "Isarwinkel-Benediktenwand" im Maßstab 1:25.000 die besonderen und neuen Karteninhalte wie die Darstellung naturverträglicher Skirouten und Wildschutzgebiete sowie von Wald-Wild-Schongebieten für Skitouren- und Schneeschuhgeher. Die Teilnehmer erfuhren, dass neun Blätter dieses neuen Kartenwerkes, das vom Bayerischen Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Zusammenarbeit mit dem DAV herausgegeben wird, bereits erschienen sind und bis 2012 der gesamte bayerische Alpenraum abgedeckt sein soll.
JOHANN-PETER ORTH, Geologe aus Mittenwald, erläuterte anschaulich den örtlichen Gesteinsaufbau: als Basis Hauptdolomit, darüber Plattenkalk und Kössener Schichten. Auf der Ebenheit der Jocher Alm ließ sich ein reizvolles Zusammenspiel von oberirdischer (wasserstauender Lehmboden, Quellen, Hochmoor Rotmoos) und unterirdischer Entwässerung (Verkarstung mit Dolinen und Schluckstellen) beobachten.
In der gemütlichen Hütte der Jocher Alm (1381 m), wo wir nach dem ersten Anstieg einkehrten, erläuterte der Eigentümer JOHANN OSWALD (SEPP'N-BAUER) aus dem Weiler Sachenbach am Walchensee in einem respektablen Stegreif-Vortrag die Gegebenheiten seiner Alm und machte deutlich, dass er eine scharfe Bejagung des Wildes und die Erschließung aller Almen mit befahrbaren Wegen befürwortet.
ALFRED RINGLER faszinierte die Teilnehmer, indem er durch seine umfassende Kenntnis die Komplexität der Ökologie der Almlandschaften überaus verständlich vermittelte. Auf der Ebenheit der Jocher Alm erläuterte er die allgemeine Historie der Almen. Mit stets ausführlichen Informationen des Referenten zur Ökologie ging es über das Rotmoos (einem intakten alpinen Hochmoor) und vorbei an Buckelwiesen über die Kotalm (1133 m). "Kot" bzw. "Koat" ist im heimischen Dialekt der Begriff für Erde, wie wir von den an der Exkursion teilnehmenden drei Almbauern der Forst- und Weidegenossenschaft Mittenwald erfuhren.
Über die Freifläche Talfleck führte der Weg zur Kochler Alm (1173 m), wo RINGLER auf die für die Almwirtschaft besonders bedeutsame tektonische Muldenzone (Synklinorium der Bayerischen Alpen) einging und betonte, dass auch heute noch im Rahmen der Wald-Weide-Trennung neue Alm-Lichtweiden entstehen. Von dort führte ein landschaftlich reizvoller Steig an steilen, von Wildbach-Runsen durchschnittenen Hängen zur frisch renovierten und aussichtsreich gelegenen Staffelalm (1321 m). Diese ist auch bekannt, weil dort FRANZ MARC aus der Murnauer Künstler-Gruppe Blaue Reiter zwei Fresken an der Hütteninnenwand anbrachte (nach Renovierung vor kurzem wiederentdeckt): Hirsch mit Hirschkuh und ein Stierkopf konnten bewundert werden.
Nachdem wir uns beim Senner-Pärchen der Staffelalm erneut gestärkt und Ausführliches über das VzSB-Großprojekt "Almbuch" vom Autor ALFRED RINGLER erfahren hatten, stiegen wir bei Sonne über den Sattel der Pessenbacher Alm und an der Orterer Alm (1089 m) vorbei nach Pessenbach (650 m) bei Kochel ab. Ein langer und informativer Tag ging zur Neige und im Bräustüberl des Klosters Benediktbeuern konnten wir ihn in geselliger Runde ausklingen lassen.

  

Dr. Klaus Lintzmeyer

  

Mitgliederversammlung 2008 im Haus des Alpinismus in München

  


Dr. Wolf Guglhör und Rudi Erlacher beantworten die Fragen der Mitglieder.

info(at)vzsb(dot)de). Im Anschluss der Sitzung konnten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung die CIPRA-Sonderausstellung "Verwachsen und verbaut - Landschaftswandel in den Bayerischen Alpen" im Alpinen Museum kostenlos besuchen. Dies fand großen Anklang. Wir bedanken uns für das freundliche Entgegenkommen beim DAV!

  

Traurige Nachricht

Am Montag, den 12. Mai 2008 ist unser jahrelanges Vorstandsmitglied, Dr. Peter Jürging (*19.03.1942), verstorben. Als tragende Stütze hat er mit enormen Fachwissen, großem Verhandlungsvermögen und einer guten Portion Humor bis zuletzt die Geschicke des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V. gelenkt. Sein ehrenamtliches Engagement war unermüdlich und stets geprägt von Herz, Hand und Verstand.

In Tiefer Trauer:
Die Vorstandschaft und Geschäftsstellenleitung des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V. im Namen aller Mitglieder und Freunde.

  

Naturschutz hat Geschichte. Wo liegt seine Zukunft? Veranstaltung am 17.04.08

Der Verein zum Schutz der Bergwelt dankt allen Referentinnen und Referenten sowie Unterstützer für das gelungene Symposium "Naturschutz hat Geschichte. Wo liegt seine Zukunft?", das anlässlich des 80. Todestages unseres Gründungsvaters Dr. phil. h.c. Carl Schmolz stattfand. Über 120 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil und hörten mit regem Interesse den Vorträgen zu.

  

Natürliche Waldentwicklung im Bayerischen Wald, Exkursion am 16.06.2007

Am 16. Juni 2007 veranstaltete der VzSB für Mitglieder und Freunde des Vereins eine Exkursion in den Nationalpark Bayerischer Wald.

Dr. Heinrich Rall, Mitglied und Angestellter in der Nationalparkverwaltung, führte freundlicher Weise durch sein Arbeitsgebiet. Er zeigte den Teilnehmern im Nationalpark ehemals bewirtschaftete Fichtenwälder, die seit Jahren der Natur überlassen worden sind. Auf diesen Flächen wächst nach Borkenkäferbefall der Altbestände, nun ein artenreicherer Jungwald heran. Der Vorstand des Vereins beschloss anlässlich der Exkursion eine Resolution zu den frischen Sturmflächen nach Kyrill (Sturmtief am 18./19.01.07). Er spricht sich für das Liegenlassen von geworfenen Waldbeständen im Nationalparkgebiet aus, damit die vorhandene Vorausverjüngung und Bodenvegetation bei den Aufräumarbeiten nicht zerstört wird. Die Resolution können Sie hier runterladen.


Neben dem Totholz wächst der Jungwald eifrig nach.

Windwurfflächen durch Kyrill.