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Einladung zur Mitgliederversammlung 2010

Freitag, 11.6.2010, 14:00 Uhr im Alpinen Museum des DAV in München

Mit Präsentation des Almbuchs um 10:00 Uhr

VzSB Mitgliederversammlung 11.6.2010 und Präsentation Almbuch

 

Almexkursion in die Kocheler Berge / Obb., Fachexkursion am 29.8.2009


Alfred Ringler bei der Alm-Exkursion des VzSB.

Am Samstag 29.08.09 fand die traditionelle Fachexkursion des Vereins zum Schutz der Bergwelt zum Schwerpunktsthema „ Almen“ in die Kocheler Berge/Obb. statt. Das Thema wurde im Hinblick auf die umfangreiche und noch 2009 erscheinende VzSB-Publikation „ALMEN UND ALPEN. Höhenkulturlandschaft der Alpen. Ökologie, Nutzung, Perspektiven“ gewählt und wurde vom Autor Dipl.-Biol. ALFRED RINGLER selbst geführt. Seitens des VzSB-Vorstandes waren Dr. KLAUS LINTZMEYER und Dr. WOLF GUGLHÖR vertreten.

Trotz Regens nahmen über 31 Personen an der ganztägigen Exkursion teil, ein Großteil davon Gäste. Es goss noch in Strömen, als wir vom Bahnhof Kochel zur Passhöhe (850 m) der Kesselbergstraße mit dem RVO-Bus fuhren. Pünktlich beim Anstieg in Richtung Jocher Alm hörte es auf zu regnen. Der Bergwald mit seinem Dreiklang von Buche, Tanne und Fichte konnte anschaulich demonstriert werden. Im Beisein mehrerer Forstfachleute (Prof. Dr. HORST KÜNNE, Dr. STEPHAN GAMPE, Dr. WOLF GUGLHÖR, GÜNTHER GLEIßNER, FRITZ WIMMER) konnten u. a. die Wildfrage und die Zukunft des Waldes hinsichtlich der Klimaerwärmung diskutiert werden. Zugleich konnten wir den bestens durch die DAV-Sektion Tutzing gepflegten Weg genießen.


Die Exkursionsgruppe.

FRANZ SPEER vom Naturschutzreferat des DAV erläuterte den Exkursionsteilnehmern anhand des neu erschienenen Kartenwerks „Isarwinkel-Benediktenwand“ im Maßstab 1:25.000 die besonderen und neuen Karteninhalte wie die Darstellung naturverträglicher Skirouten und Wildschutzgebiete sowie von Wald-Wild-Schongebieten für Skitouren- und Schneeschuhgeher. Die Teilnehmer erfuhren, dass neun Blätter dieses neuen Kartenwerkes, das vom Bayerischen Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Zusammenarbeit mit dem DAV herausgegeben wird, bereits erschienen sind und bis 2012 der gesamte bayerische Alpenraum abgedeckt sein soll.
JOHANN-PETER ORTH, Geologe aus Mittenwald, erläuterte anschaulich den örtlichen Gesteinsaufbau: als Basis Hauptdolomit, darüber Plattenkalk und Kössener Schichten. Auf der Ebenheit der Jocher Alm ließ sich ein reizvolles Zusammenspiel von oberirdischer (wasserstauender Lehmboden, Quellen, Hochmoor Rotmoos) und unterirdischer Entwässerung (Verkarstung mit Dolinen und Schluckstellen) beobachten.
In der gemütlichen Hütte der Jocher Alm (1381 m), wo wir nach dem ersten Anstieg einkehrten, erläuterte der Eigentümer JOHANN OSWALD (SEPP'N-BAUER) aus dem Weiler Sachenbach am Walchensee in einem respektablen Stegreif-Vortrag die Gegebenheiten seiner Alm und machte deutlich, dass er eine scharfe Bejagung des Wildes und die Erschließung aller Almen mit befahrbaren Wegen befürwortet.
ALFRED RINGLER faszinierte die Teilnehmer, indem er durch seine umfassende Kenntnis die Komplexität der Ökologie der Almlandschaften überaus verständlich vermittelte. Auf der Ebenheit der Jocher Alm erläuterte er die allgemeine Historie der Almen. Mit stets ausführlichen Informationen des Referenten zur Ökologie ging es über das Rotmoos (einem intakten alpinen Hochmoor) und vorbei an Buckelwiesen über die Kotalm (1133 m). "Kot" bzw. "Koat" ist im heimischen Dialekt der Begriff für Erde, wie wir von den an der Exkursion teilnehmenden drei Almbauern der Forst- und Weidegenossenschaft Mittenwald erfuhren.
Über die Freifläche Talfleck führte der Weg zur Kochler Alm (1173 m), wo RINGLER auf die für die Almwirtschaft besonders bedeutsame tektonische Muldenzone (Synklinorium der Bayerischen Alpen) einging und betonte, dass auch heute noch im Rahmen der Wald-Weide-Trennung neue Alm-Lichtweiden entstehen. Von dort führte ein landschaftlich reizvoller Steig an steilen, von Wildbach-Runsen durchschnittenen Hängen zur frisch renovierten und aussichtsreich gelegenen Staffelalm (1321 m). Diese ist auch bekannt, weil dort FRANZ MARC aus der Murnauer Künstler-Gruppe Blaue Reiter zwei Fresken an der Hütteninnenwand anbrachte (nach Renovierung vor kurzem wiederentdeckt): Hirsch mit Hirschkuh und ein Stierkopf konnten bewundert werden.
Nachdem wir uns beim Senner-Pärchen der Staffelalm erneut gestärkt und Ausführliches über das VzSB-Großprojekt "Almbuch" vom Autor ALFRED RINGLER erfahren hatten, stiegen wir bei Sonne über den Sattel der Pessenbacher Alm und an der Orterer Alm (1089 m) vorbei nach Pessenbach (650 m) bei Kochel ab. Ein langer und informativer Tag ging zur Neige und im Bräustüberl des Klosters Benediktbeuern konnten wir ihn in geselliger Runde ausklingen lassen.

Dr. Klaus Lintzmeyer

 

Mitgliederversammlung 2008 im Haus des Alpinismus in München


Dr. Wolf Guglhör und Rudi Erlacher beantworten die Fragen der Mitglieder.
Am Samstag, den 14. Juni 2008 fand im Haus des Alpinismus in München die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins zum Schutz der Bergwelt statt. 23 Personen nahmen daran teil. Der erste Vorsitzende, Prof. Michael Suda, leitete die knapp dreistündige Sitzung. Ines Gnettner, CIPRA Deutschland e. V., hielt eine bemerkenswerte Zusammenfassung zum Symposium „Naturschutz hat Geschichte. Wo liegt seine Zukunft?“, das anlässlich des 80. Todestages vom Dr. phil. h.c. Carl Schmolz im April 2008 veranstaltet wurde. Der Kurzvortrag ist bei der Geschäftsstelle erhältlich (Tel.: 089/211224-55, info@vzsb.de). Im Anschluss der Sitzung konnten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung die CIPRA-Sonderausstellung „Verwachsen und verbaut - Landschaftswandel in den Bayerischen Alpen“ im Alpinen Museum kostenlos besuchen. Dies fand großen Anklang. Wir bedanken uns für das freundliche Entgegenkommen beim DAV!

 
Traurige Nachricht


Am Montag, den 12. Mai 2008 ist unser jahrelanges Vorstandsmitglied, Dr. Peter Jürging (*19.03.1942), verstorben. Als tragende Stütze hat er mit enormen Fachwissen, großem Verhandlungsvermögen und einer guten Portion Humor bis zuletzt die Geschicke des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V. gelenkt. Sein ehrenamtliches Engagement war unermüdlich und stets geprägt von Herz, Hand und Verstand.

In Tiefer Trauer:
Die Vorstandschaft und Geschäftsstellenleitung des Vereins zum Schutz der Bergwelt e.V. im Namen aller Mitglieder und Freunde.

 

Naturschutz hat Geschichte. Wo liegt seine Zukunft? Veranstaltung am 17.04.08
 
Der Verein zum Schutz der Bergwelt dankt allen Referentinnen und Referenten sowie Unterstützer für das gelungene Symposium „Naturschutz hat Geschichte. Wo liegt seine Zukunft?“, das anlässlich des 80. Todestages unseres Gründungsvaters Dr. phil. h.c. Carl Schmolz stattfand. Über 120 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil und hörten mit regem Interesse den Vorträgen zu.

 

Natürliche Waldentwicklung im Bayerischen Wald, Exkursion am 16.06.2007

Am 16. Juni 2007 veranstaltete der VzSB für Mitglieder und Freunde des Vereins eine Exkursion in den Nationalpark Bayerischer Wald.

Dr. Heinrich Rall, Mitglied und Angestellter in der Nationalparkverwaltung, führte freundlicher Weise durch sein Arbeitsgebiet. Er zeigte den Teilnehmern im Nationalpark ehemals bewirtschaftete Fichtenwälder, die seit Jahren der Natur überlassen worden sind. Auf diesen Flächen wächst nach Borkenkäferbefall der Altbestände, nun ein artenreicherer Jungwald heran. Der Vorstand des Vereins beschloss anlässlich der Exkursion eine Resolution zu den frischen Sturmflächen nach Kyrill (Sturmtief am 18./19.01.07). Er spricht sich für das Liegenlassen von geworfenen Waldbeständen im Nationalparkgebiet aus, damit die vorhandene Vorausverjüngung und Bodenvegetation bei den Aufräumarbeiten nicht zerstört wird. Die Resolution können Sie hier runterladen.
 
 


Neben dem Totholz wächst der Jungwald eifrig nach.

Windwurfflächen durch Kyrill.